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KunstGespräch mit Olga Isabel Acosta Luna
28 Jan 2014———28 Jan 2014

Auf der Suche nach der Vergangenheit
Eine Geschichte der kolumbianischen Kunst vor dem heutigen Zeitalter

—————————— Die Künstler, die ihre Arbeiten in der Ausstellung „Aliento“ zeigen, gehören zu der heutigen globalen Zeit und Welt, sie sind aber auch Teil eines bestimmten und vielfältigen kulturellen Kontextes: Kolumbien. Der Vortrag wird einen Rückblick auf die Kunstgeschichte Kolumbiens werfen, mit dem Ziel, einige wichtige Ausgangpunkte für die im Kunstmuseum Bochum ausgestellten Künstler und ihre Werke zu zeigen.
Von einer Kolonie Spaniens wandelte sich Kolumbien ab 1819 in eine unabhängige Republik. Vor dieser Wende versuchten auch die Künstler, ihre Werke langsam von kolonialen und religiösen Einschränkungen zu emanzipieren, ein Versuch, der erst 1886 durch die Eröffnung der Kunstakademie institutionelle Unterstützung fand.
Viele künstlerische Gattungen und Auseinandersetzungen in der europäischen Kunst kamen erst spät nach Kolumbien. Wie schon in der Kolonialzeit gab es während der ersten Hälfte des 20. Jh. in der Kunstszene veraltete Diskurse neben avantgardistischen und eigenen Tendenzen. Obwohl sich der Bürgerkrieg in Kolumbien und die komplizierte soziale und politische Lage ab 1948 für die Künstler als eine unvermeidbare Realität ihrer Arbeit darstellten, bezeichneten sie nicht die einzigen Ausgangspunkte der vielfältigen zeitgenössischen kolumbianischen Kunstproduktion, in der auch internationale Tendenzen aufgegriffen wurden und sich jedoch eigene künstlerische Positionen entwickelten.

Olga Acosta
Olga Isabel Acosta Luna

Olga Isabel Acosta Luna ist Grafik-Designerin und besitzt einen Magister in Geschichte. Sie studierte an der Universidad Nacional de Colombia und promovierte anschließend in Kunstgeschichte an der Technischen Universität Dresden. Ihre Dissertation mit dem Titel “Wundertätige Marienbilder im Neureich von Granada”, wurde 2011 publiziert. Von 2008 bis 2011 war sie als kuratorische Assistentin im Museo Nacional de Colombia in Bogotá und 2012 als Kuratorin im Museo de Arte Colonial und im Museo Iglesia Santa Clara in Bogotá tätig. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Kolonialkunst Lateinamerikas, zu dem sie zahlreiche Publikationen aufweisen kann. Als Kuratorin arbeitete sie an diversen Ausstellungen mit, die sich mit der Kultur und Kunstgeschichte Kolumbiens von der Kolonialzeit bis zum heutigen Tag beschäftigten. Zurzeit untersucht sie bei einem Postdoc-Forschungsaufenthalt in Berlin das Thema „das Sakrale im Museum“, finanziert vom DAAD.

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Ich schenk Dir einen Moment

Für einen Menschen mit Demenz und einen Angehörigen

6 Mai 2017 ————
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