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Dokumentarfotografie Förderpreise 08 der Wüstenrot Stiftung
23 Nov 2011———5 Feb 2012

Die Ausstellung zeigt die mit Hilfe der Dokumentarfotografie Förderpreise 08 der Wüstenrot Stiftung entstandenen Arbeiten.

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Tanja Jürgensen, aus der Serie Centres of Excellence, 2010

—————————— In ihrer Serie Centers of Excellence begibt sich Tanja Jürgensen in das Leben von US-amerikanischen Ivy League Universitäten. Amerikanische Top Universitäten sind keine öffentlich zugänglichen Bildungseinrichtungen, vielmehr haben sie es sich zur Aufgabe gemacht Eliten zu produzieren, denn der Schwerpunkt des Studiums liegt nicht nur in der fachlichen Ausbildung, sondern auch in der Eingliederung in ein System, das aus Netzwerken gesellschaftlicher Machtstrukturen besteht.

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Mathias Königschulte, aus der Serie Wedding, 2010

Mit dem Berliner Stadtteil Wedding beschäftigt sich Mathias Königschulte in seiner gleichnamigen Arbeit. Es ist nach dem Fall der Mauer nicht gelungen, ihn in das Konzept „Neue Mitte“ zu integrieren. Auch die historischen Bilder, die ihn als Arbeiterbezirk und Ort des Klassenkampfes zeigen, haben ihre Gültigkeit längst verloren. Im Wedding wohnen heute vor allem arbeitslose Deutsche und Migranten. Ihre Geschichten haben wenig gemeinsam; sie geben kein einheitliches Bild. Königschulte untersucht dort Teile der Gesellschaft, der zunehmend die Koordinaten fehlen, in denen der Alltag gewöhnlich stattfindet, und für die die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit, zwischen privatem und öffentlichem Raum oder Fremde und Heimat verschwimmen.

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Maziar Moradi, aus der Serie Was wir sind, 2010

Das Leben iranischer Transsexueller dokumentiert Maziar Moradi in seinem Projekt Was wir sind. Im Iran sind Geschlechtsumwandlungen seit der, inzwischen 20 Jahre alten, Fatwa  Ajatollah Chomeinis legal, werden sogar vom Staat gefördert. Seither hat der Iran nach Tailand die höchste Rate an Geschlechtsumwandlungen . Es ist das einzige Land der Welt, das Menschen nach einer solchen Geschlechtsumwandlung in der Geburtsurkunde eine neue Identität gibt. Moradi spürt in seiner Serie dem Schicksal der Betroffenen nach und zeigt wie sie im Alltag der iranischen Gesellschaft, die noch sehr feste Rollenvorstellungen der Geschlechter hat, mit ihrer neuen Identität Fuß fassen.

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Kim Sperling, aus der Serie Dodoko, 2010

Mit dem Mythos der Insel Dokdo als östlichster Ort Koreas beschäftigt sich Kim Sperling in seiner gleichnamigen Serie. Dokdo gehört zu einer knapp 0,2 km² großen Inselgruppe rund 200 km vor der Ostküste Koreas. Die winzigen Inseln wären kaum weiter erwähnenswert, wenn nicht schon seit Jahrzehnten ein erbitterter Streit zwischen Japan und Korea um die Zugehörigkeit der Felsen herrschen würde. Während das Thema in der japanischen Bevölkerung nur ein Nischendasein führt, gibt es unter Koreanern kaum ein anderes Thema, welches so emotional und leidenschaftlich verfolgt wird. Für Koreaner ist Dokdo inzwischen ein zentrales Symbol der Stiftung nationaler Identität. Die Insel ist fast unbewohnt: Neben einem Fischer und dem Personal des dortigen Leuchtturms befindet sich eine 20 Mann starke Einheit der koreanischen Polizei dort, um die Interessen Koreas zu wahren.

Die Künstler und die Künstlerin

Tanja Jürgensen
1971 geboren in Hamburg, lebt in Kassel
2010 Meisterschülerin bei Prof. Bernhard Prinz
2000 bis 2009 Studium der Freien Kunst, Kunsthochschule Kassel
2002 bis 2008 Studium Kunst, Theater, Anglistik auf Lehramtfür Gymnasien, Universität Kassel

Mathias Königschulte
1974 geboren in Hannover, lebt in Berlin
1999 bis 2004 Studium der Journalistik, der Germanistik und des Deutschen als Fremdsprache an der Humboldt-Universität Gerlin und Universität Leipzig sowie freie fotojournalistische und bildredaktionelle Tätigkeit
2004 bis 2007 Studium der Fotografie an der Ostkreuzschule für Fotografie Berlin, Klasse Prof. Ute Mahler

Maziar Moradi
geboren 1975 in Teheran / Iran, lebt in Berlin
2009 Gastdozent, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg / Department Design
Seit 2008 freischaffender Fotograf
2008 Berufung in die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh)
2007 Diplom Kommunikationsdesign, Schwerpunkt Fotografie bei Prof. Vincent Kohlbecher
2002 bis 2007 Kommunikationsdesign, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
2000 bis 2001 Praktika im Bereich Film

Kim Oliver Sperling
geboren 1975 in Seoul / Korea
1976 Adoption nach Deutschland
2006 bis 2007 erster Aufenthalt in Korea
1999 bis 2008 Fachhochschule Dortmund, Kommunikationsdesign, Diplom bei Norbert Hüttermann
2006 Inje University, Gimhae, Korea
Seit 2010 Master Studium bei Prof. Ute Mahler und Prof. Vicent Kohlbecher, HAW Hamburg

Jury der Dokumentarfotografie Förderpreise 08

  • Paul Cottin, Freier Kurator, Straßburg, Frankreich
  • Prof. Ute Eskildsen, Leiterin der Fotografischen Sammlung im Museum Folkwang, Essen
  • Sibylle Fendt, Fotografin, Berlin
  • Dr. Hans-Günther Golinski, Direktor, Museum Bochum
  • Dr. Kristina Hasenpflug, Ressortleiterin, Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg

Dokumentarfotografie Förderpreise der Wüstenrot Stiftung

Die im zweijährigen Turnus angelegte Nachwuchsförderung der Wüstenrot Stiftung stellt jeweils vier Preise à 10.000 Euro für die Realisierung eines neuen Projekts zur Verfügung. Darüber hinaus werden nach Abschluss eines Arbeitsjahres die Ergebnisse in einer Ausstellung mit Begleitkatalog an verschiedenen renommierten Orten gezeigt. Fachlich betreut wird dieses Förderprojekt der Wüstenrot Stiftung von der Fotografischen Sammlung im Museum Folkwang, Essen. Die Ausschreibung richtete sich an Fotografinnen / Fotografen, die ihr Studium in den letzten zwei Jahren an einer deutschen Hochschule oder Akademie im Bereich der Dokumentarfotografie absolviert haben.

Die Idee zu dieser Nachwuchsförderung ging davon aus, dass jener Bereich der Fotografie zu unterstützen sei, dem sowohl im angewandten Bereich der Fotografie als auch im Kontext der Kunst zunehmend weniger Chancen für Langzeitprojekte gegeben wird. Die Preise werden zu einem Zeitpunkt an die Stipendiatinnen und Stipendiaten vergeben, an dem diese das Studium gerade beendet haben, so dass mit dem Dokumentarfotografie Förderpreis ein erstes Projekt nach dem Abschuss der Ausbildung realisiert werden kann. Der Preis versteht sich daher auch als Brücke zur Selbständigkeit.

  • Der neue Programmflyer für das Frühjahr 2017 inkl. Osterferienprogramm ist nun online!

  • Baustelle Kunstmuseum. Wir bitten die Einschränkungen des üblichen Museumsbetriebs, die durch die Dachsanierung verursacht sind, zu entschuldigen. Für Ihr Verständnis danken wir Ihnen.

  • Jeden ersten Mittwoch im Monat freier Eintritt ins Kunstmuseum Bochum!

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Veranstaltung

Ich schenk Dir einen Moment

Für einen Menschen mit Demenz und einen Angehörigen

6 Mai 2017 ————
15:00 bis 17:00 Uhr

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Kortumstraße 147
44787 Bochum

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E-mail: museum@bochum.de

 

Öffnungszeiten

Dienstag, Donnerstag, Freitag,
Samstag und Sonntag:
10.00 — 17.00 Uhr

Mittwoch:
10.00 — 20.00 Uhr

An folgenden Feiertagen bleibt das Kunstmuseum Bochum geschlossen: Neujahr, Karfreitag, 1. Mai, Heiligabend, 25. Dezember, Silvester.

Ostermontag und Pfingstmontag ist das Kunstmuseum Bochum geöffnet.

Bitte beachten Sie, dass das Kunstmuseum Bochum vom 06.03. - 09.03.2017 aufgrund von Umbauten geschlossen sein wird.

 

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Eintrittspreise

  • Eintrittspreise Normalpreis 5,00 Euro
  • Ermäßigt 2,50 Euro
  • Familienkarte 10,00 Euro
  • Jahreskarte 25,00 Euro
  • Jahreskarte ermäßigt 12,50 Euro
  • Familienjahreskarte 44,00 Euro

Kinder und Jugendliche bis zu 14 Jahren und Schüler haben freien Eintritt!
Jeder erste Mittwoch im Monat: freier Eintritt!

Regelmäßige Führungen sonntags um 11.00 Uhr (ohne Aufpreis) - weitere Führungen auf Anfrage möglich!