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Podiumsdiskussion: Flüchtlinge in/und Europa. Grenzfragen des Mittelmeers als entgrenzende Fragen
28 Mrz 2014———28 Mrz 2014

—————————— Die Bilder kennen wir – Schiffe, überfüllt mit Flüchtlingen, zusammengekauert an Deck; junge Männer, gesichtslos, an Grenzzäunen. Mit bekannten Bildern ist es so, dass wir nicht mehr hinsehen müssen, um sie zu sehen. Sind wir noch bereit, hinzublicken?

In den Medien heißt es einerseits: „Die Zukunft Europas liegt im mediterranen Raum“ (taz, 10.12.2013); andererseits lesen wir von der „Verzweiflung am Todesstrand Marokkos“ (Die Welt, 23.02.2014). Diese Gegensätze prägen unseren Blick auf die mediterrane Region. Angesichts der Dimensionen des syrischen Bürgerkriegs setzt sich NRW-Innenminister Jäger nun für die beschleunigte Aufnahme von Flüchtlingen und ein größeres Kontingent ein – reicht diese Hilfe? Und dürfen wir einen Unterschied zwischen einem Bürgerkriegsflüchtling und einem sogenannten „Armutsflüchtling“ machen, die beide ihr Leben auf dem Mittelmeer riskieren? Bisher ist der Umgang Europas mit Flüchtlingen zuvorderst von einem geprägt: von Abwehr – sei es an den Außengrenzen der europäischen Union, die durch Frontex, Eurosur und Küstenwache mehr und mehr zur Festung ausgebaut wird, sei es durch Strategien der Binnenverteilung oder durch rechtliche und soziale Präkarisierung der Flüchtlinge in den Aufnahmestaaten. Für wen will Europa, wollen die Europäerinnen und Europäer, für wen wollen wir offen sein?

Wovor wir jedenfalls nicht entfliehen können, ist die Einsicht, dass wir es sind, die Grenzzäune errichten; und dass die Fragen, die angesichts der aktuellen Fluchtbewegungen gestellt werden müssen, weitere Zusammenhänge betreffen. Es sind Fragen nach der Geschichte, die nicht zuletzt durch die Politik und Erfahrungen des Kolonialismus bestimmt ist. Es sind aber auch Frage, die sich auf unsere Zukunft richten: In welcher Welt wollen wir leben?

Unbenannt

Mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion möchte das Zentrum für Mittelmeerstudien der Ruhr-Universität Bochum zu einem Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und zivilgesellschaftlichem Engagement beitragen. Es geht darum, der Abstumpfung durch die omnipräsenten Bilder entgegenzuwirken, indem die Diskussion die mediterrane Flüchtlingsthematik als europäische Identitätsfrage im öffentlichen Gedächtnis hält.

Es diskutieren:

Micha Brumlik (Erziehungswissenschaftler/Publizist)
Volkmar Klein (MdB, CDU)
Yvonne Rieker (Historikerin)
Axel Schäfer (MdB, SPD)
Tilman Zülch (Gesellschaft für bedrohte Völker)

Diskussionsleitung: Mihran Dabag (ZMS)

Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen auch unter www.zms.ruhr-uni-bochum.de oder bei:

Eleni Markakidou M.A., Zentrum für Mittelmeerstudien/Ruhr-Universität Bochum
Tel.: 0234/32-27276
E-Mail: mittelmeerstudien@ruhr-uni-bochum.de

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