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Soundtrips NRW 18: Phil Minton & John Russell meet Erhard Hirt & Martin Blume
7 Mrz 2014———7 Mrz 2014

—————————— Phil Minton ist einer der originellsten Vokalisten der zeitgenössischen Musik. Seit den frühen 60ern tourte er als Trompeter und Sänger u.a. mit dem Mike Westbrook Orchestra durch die ganze Welt. 1975 formierte er mit Maggie Nicols und Julie Tippett die Vokalgruppe „Voice“. Seit 1976 arbeitet er als Solist und in verschiedenen Formationen vor allem improvisierter Musik, u.a. im Duo mit Fred Frith, Roger Turner und Peter Brötzmann. Während der 80er Jahre beschäftigte er sich mehr und mehr mit Multimedia-Arbeiten, u.a. mit
FM Einheit.1988 wurde er vom International Jazz Forum zum besten Sänger Europas gewählt. In den 90ern war er im Trio mit John Butcher und Erhard Hirt sowie mit seinem eigenen Quartett (Veryan Weston, John Butcher und Roger Tuner) zu hören.

Phil Minton
Phil Minton

Präzise und volltönend vom authentischen Blues oder von einer Rossini-Arie in farbenprächtige Geräuschkollagen wechselnd, fesselt er sein Publikum und schafft magische Momente. Nichts wirkt aufgesetzt. Minton lebt in jedem Laut. Der Kritiker Markus Müller: „Er genießt den Blick über alle Genregrenzen hinweg (…) ob traditionelle Liedform oder Kehlkopfakrobatik im Stil des instant-composing, Mintons Stimme umfasst eben mehr als irgendwelche Oktaven, sie erarbeitet sich die ganze Musik, liebevoll und manchmal auch einbißchen respektlos (…). Dass er diesen Fundus, dieses kollektive Stimmklanggedächtnis in all seinen Ausdifferenzierungen in zum Teil stupender Reaktionsschnelligkeit in den Diskurs der freien Improvisation einbringt, lässt die meisten Hörer (…) auch an Ihren Ohren zweifeln.“

Seit Anfang der 70er Jahre ist John Russell eine Schlüsselfigur der englischen Improvisierten Musik. Sein Stil beruht auf der radikalen Neuerfindung der Rolle der akustischen Gitarret. Anstatt die Klangfarbe seines Instruments durch Elektronik oder Präperationen zu verändern, folgt Russell seiner eigenen Vision der Beziehung zwischen Rhythmus und Harmonie: schneidender Angriff, kürzeste Noten und Eilläufe von Extrem zu Extrem. Seine Spieltechnik bleibt immer eingebunden in die Interaktion der
Mitspieler, in die Musik des Kollektivs.  John Russell begann 1965 mit dem Gitarrenspiel und fing an, ab 1971 in und um London in Clubs aufzutreten. Ab 1972 gehörte er zur britischen Free Jazz-Szene. 1974 spielte er im Quintett mit dem Pianisten Steve Beresford („Teatime“) und arbeitete als Lehrer, hatte Fernseh- und Radioauftritte und ging auf ausgedehnte Tourneen im ganz Europa. 1978 erschien sein erstes
Album mit Solo-Improvisationen („From Next to Last“). Im Juni 1980 trat er in Günter Christmanns Vario zusammen mit Maggie Nichols, Maarten Altena, Paul Lovens auf dem Jazzfestival Moers auf; 1981 gründete er die Formation „Quaqua“ und nahm eine Reihe von Alben für die Label Emanem und ACTA auf, u.a mit John Butcher und Phil Durrant. 1988 war Mitbegründer der langjährigen Konzertreihe für improvisierte Musik „MOPOMOSO“. Mit dem Trio „Butcher/Durrant/Russell“, nahm er, erweiter um Radul Malfatti und Paul Lovens 1986 die Weg weisende Einspielung „News fron The Shed“ auf. Außerdem spielte er im „Chris Burn Ensemble“ (Navigations 1997), im Duo mit Stefan Keune, außerdem mit Roger Turner, Phil Minton, Gina Southgate, Evan
Parker, Hugh Davies und Luc Houtkamp sowie in der Formation „London Air Lift“ (1996/87) mit Evan Parker, John Edwards und Mark Sanders. 2005 spielte er im „Evan Parker Oktett“ sowie im Ensemble von Lol Coxhill. Mit Roger Turner und Michel Doneda tritt er im Trio auf.

Der Münsteraner Gitarrist Erhard Hirt begann 1967 Bluesgitarre zu spielen,in den 70er Jahren Free-Jazz. Ab 1977 Solokonzerte mit experimenteller Gitarrenmusik, Stadtmusikpreis des WDR Köln. Konzertreisen in Europa,
Nordamerika, und Japan. Regelmäßige Zusammenarbeit mit: John Butcher, Phil Minton, Lol Coxhill, Paul Lytton, Martin Theurer u.v.a. Veröffentlichungen auf FMP, Nur/Nicht/Nur, Ambitus, AufAbwegen. Organisiert seit 25 Jahren Musik- und Kunstprojekte für das Kulturzentrum cuba. Kurator des KlangZeitFestival Münster, der Gesellschaft für Neue Musik Münster.

Martin Blume ist seit 1983 als professioneller Musiker im Bereich Neuer Improvisationsmusik tätig. Unter anderem arbeitet er regelmäßig mit Johannes Bauer, Phil Minton, Fred van Hove, Thomas Lehn, Marcio Mattos, Luc Houtkamp und John Butcher zusammen. Er spielte – meist mit eigenen Ensembles – in vielen europäischen Ländern, den USA, Kanada und Australien und nahm bis jetzt über 20 CDs auf. Seit 1988 engagiert er sich als Organisator von Konzertreihen und Festivals zeitgenössischer Improvisationsmusik im Ruhrgebiet, vor allem im Museum Bochum. Seit 2004 organisiert und kuratiert er dort die Konzertreihe „Klangbilder“.

 

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