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Einladung zum Pressegespräch am 3. Mai 2018 um 11 Uhr

ins Kunstmuseum Bochum

anl. der Ausstellungseröffnung

Kunst & Kohle

Andreas Golinski. In den Tiefen der Erinnerung

am Samstag, den 5. Mai 2018 um 19 Uhr

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

im Rahmen des Großprojektes  „Kunst & Kohle“ der RuhrKunstMuseen entwickelte der in Essen lebende Künstler Andreas Golinski eine sich über zwei Etagen erstreckende Rauminstallation.

Karl Ernst Osthaus Vision, „die Schönheit wieder zur herrschenden Macht im Leben“ werden zu lassen, beabsichtigte, der Industrieregion Ruhrgebiet eine Identität, einen Genius loci zu erschaffen. Ästhetik sollte in einer gewinnorientierten Gesellschaft fehlende Ideale generieren. Der „Genius des Ortes“ steht in enger Verbindung zu dem jedem Menschen eigenen Personalgenius und über das Individuum hinaus kann ein mit dem Ursprungs- und Wohnort verbundener Gruppengeist entstehen. Kunst in einen sozial extremen Lebensraum zu holen und allen zugänglich zu machen, leistet ästhetische Emanzipation und potenziert den Genius loci. Als mit der Kohlekrise die Industriebrachen als Unorte entstanden, erspürten Künstler deren Genius loci – einen Geist des Widerspruchs – und machten diesen zum Konzept des Strukturwandels.

So imaginiert Andreas Golinski einen Ort, der die spezifische Geistigkeit der Region am Ende des Bergbaus erfahrbar werden lässt. Seine Rauminstallation aus Stahlteilen und Zementplatten stellt eine künstlerische Abstraktion wie auch Konkretion aus Geschichte, Gegenwart und Zukunft dieser Landschaft aus zugeschütteten Bergwerken dar und transloziert ihren Genius loci, den Verletztheit und Zerrissenheit prägt, in einen Kunstraum. Golinski leitet den Betrachter an, die Oberfläche zu durchdringen und ein Darunterliegendes zu erkennen. Mit Architekturfantasien Giovanni Battista Piranesis, Planzeichnungen von Walter Pichler und Alexander Brodsky sowie von ihm als Aufsichten gelesenen Werken von Kasimir

Malewitsch, Pierre Soulages und Franceso Lo Savio provoziert er eine Tiefe ergründende Betrachtung. Das wiederkehrende, bedrohliche Motiv des Risses im Boden befördert dieses Sehen. In der Golinski kennzeichnenden ästhetischen Paradoxie der narrativen Abstraktion, die zugleich historisch, faktisch und psychologisierend argumentiert, transformiert er Aspekte seiner Recherchen über aufgegebene wie auch neue funktionierende unterirdische Industrieanlagen, über technische Zukunftsvisionen und unkalkulierbare Risiken, über Bergschäden an Häusern und Einbrüche ganzer Straßen zu einer multimedialen Rauminstallation. Der reale Raum mit seinen Objekten imaginiert den Auf- und Abstieg in ein abstraktes Inneres und transzendiert zu einem ästhetischen Energiefeldfeld in Gestalt einer Ausgrabungsstätte. Innerhalb dieser mentalen Archäologie stoßen Realität und Idealität, Profanität und Spiritualität hart aufeinander.

Man kann die Anwesenheit des janusköpfigen Genius loci spüren. Aus den Tiefen der Erinnerung führt der Weg in eine helle Ausstellungshalle mit Grabungsfunden; die museale Präsentation auf Sockeln unterstreicht ihre Ästhetik und ihre Potenz, zwischen

Abstraktion und möglicher Funktion, zwischen kollektiver Zivilisationsgeschichte und individuellen Lebensgeschichten zu oszillieren.

Zu einem gemeinsamen Rundgang mit dem Künstler möchten wir Sie herzlich

am Donnerstag den 3. Mai um 11 Uhr einladen.

 

 

Kunst & Kohle

Andreas Golinski. In den Tiefen der Erinnerung

Ausstellungszeitraum

06.05.2018 – 16.09.2018

Kunstmuseum Bochum

Kortumstr. 147

44787 Bochum

+ 49 234 910 4230

 

Öffnungszeiten Kunstmuseum Bochum:

Dienstag, Donnertag, Freitag, Samstag und Sonntag

10:00 bis 17:00 Uhr

Mittwoch

10:00 bis 20:00 Uhr

  • Aktuelle Ausstellung: Andreas Golinski: In den Tiefen der Erinnerung 06. Mai 2018 ­— 16. September 2018

  • Jeden ersten Mittwoch im Monat freier Eintritt.

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So finden Sie uns.

Kortumstraße 147
44787 Bochum

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45527 Hattingen

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Öffnungszeiten

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Kunstmuseum Bochum

Kortumstraße 147
(Postanschrift) 44777 Bochum
(Navigation) 44787 Bochum

Telefon: +49 (0)234 910 - 42 30
Kasse/Information

E-mail: museum@bochum.de

 

Öffnungszeiten

Dienstag, Donnerstag, Freitag,
Samstag und Sonntag:
10.00 — 17.00 Uhr

Mittwoch:
10.00 — 20.00 Uhr

An folgenden Feiertagen bleibt das Kunstmuseum Bochum geschlossen: Neujahr, Karfreitag, 1. Mai, Heiligabend, 25. Dezember, Silvester.

Ostermontag und Pfingstmontag ist das Kunstmuseum Bochum geöffnet.

 

 

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Eintrittspreise

  • Eintrittspreise Normalpreis 5,00 Euro
  • Ermäßigt 2,50 Euro
  • Familienkarte 10,00 Euro
  • Jahreskarte 25,00 Euro
  • Jahreskarte ermäßigt 12,50 Euro
  • Familienjahreskarte 44,00 Euro

Kinder und Jugendliche bis zu 14 Jahren und Schüler haben freien Eintritt!
Jeder erste Mittwoch im Monat: freier Eintritt!

Regelmäßige Führungen sonntags um 11.00 Uhr (ohne Aufpreis) - weitere Führungen auf Anfrage möglich!