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Künstlerinnengespräch & Katalogvorstellung INWIEFERNO
30 Jun 2021———30 Jun 2021

Ein durchdringender tiefer Klang erfüllt den Ausstellungsraum, wenn das kinetische Klangobjekt „Nationalhymen“ sich beim Besuch der Ausstellung „INWIEFERNO“ in Gang setzt. Für diese Arbeit bekam die Berliner Künstlerin im Jahr 2010 den renommierten Preis der Triennale der Kleinplastik in Fellbach zugesprochen. „Nationalhymen“ zeigt eine transparente Stadtszenerie, in der sich eine Vielzahl miniaturhafter Kunststoff-Figuren wie ferngesteuert bewegen, angetrieben von der Vibration einer Trommelmembran, die der gesamten Konstruktion als Aktionsfeld dient. Eine Trommelmembran, simple Plastikverpackungen, ein im Inneren der Trommel versteckter Lautsprecher und der verzerrte, durch extreme Verlangsamung verfremdete Sound verschiedener Nationalhymnen lassen die Illusion einer utopischen Stadt entstehen, in der anonyme Menschenmassen ohne eigenen Willen in Bewegung versetzt zu werden scheinen. Die Figürchen laufen in die gleiche Richtung, bewegen sich tanzartig aufeinander zu, entfernen sich wieder voneinander, je nach Intensität der durch die Klangwellen der Musik ausgelösten Vibrationen. Aus einfachen Elementen hat Friederike Klotz komplexe Anschauungsmodelle entwickelt, die durchaus das Potenzial haben, aktuelle Fragen nach dem Zustand einer total kontrollierten und durch elektronische Systeme überwachten Gesellschaft zu provozieren. Der Betrachter kann sich den Objekten gegenüber nicht distanziert verhalten, er muss nahe herangehen, um das Geschehen überhaupt erfassen zu können: Miniaturisierung, Aktivierung des Betrachters, Aufhebung von Distanz sind dabei bildnerische Strategien, die von der Künstlerin sehr bewusst eingesetzt werden.

Die Präsentation des im Kettler Verlag erschienenen Ausstellungskatalogs, der die künstlerische Arbeit von Friederike Klotz sehr anschaulich dokumentiert, verbinden wir mit einem Gespräch mit der Künstlerin in der Ausstellung, an dem die Museumsleiterin Noor Mertens und der Kurator der Ausstellung Sepp Hiekisch-Picard teilnehmen.

Der Katalog umfasst 112 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. Textbeiträge von Clemens Krümmel und Sepp Hiekisch-Picard. Gestaltung Prof. Gabriele Götz.

Der Katalog kostet ausschließlich vor Ort im Kunstmuseum 15,- EUR – Buchhandelspreis 28 Euro. Versand nur zum Buchhandelspreis gestattet.

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Kunstmuseum Bochum

Kortumstraße 147
44777 Bochum (Postanschrift)
44787 Bochum (Navigation)

Telefon: +49 (0)234 910 – 42 30

E-Mail: museum@bochum.de

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Dienstag, Donnerstag, Freitag,
Samstag und Sonntag:
10.00 — 17.00 Uhr

Mittwoch:
12.00 — 20.00 Uhr

An folgenden Feiertagen bleibt das Kunstmuseum Bochum geschlossen: Neujahr, Karfreitag, 1. Mai, Heiligabend, 25. Dezember, Silvester.

An den übrigen Feiertagen bleibt das Museum jeweils von 10.00-17.00 Uhr geöffnet.

Eintrittspreise

Zum Jubiläum gewähren wir freien Eintritt für die Eigene Sammlung! (Wegen der langen coronabedingten Schließung verlängert in 2021)

Normalpreis                  5,00 Euro

Ermäßigt                       2,50 Euro

Familienkarte               10,00 Euro

Jahreskarte                  25,00 Euro

Jahreskarte ermäßigt    12,50 Euro

Familienjahreskarte      44,00 Euro

Kinder und Jugendliche bis zu 14 Jahren und Schülergruppen haben freien Eintritt!

An jedem ersten Mittwoch im Monat ist der Eintritt frei!

Regelmäßige Führungen sonntags um 15.00 Uhr (ohne Aufpreis) – weitere Führungen auf Anfrage möglich! (Achtung: Dieses Angebot ist abhängig von den jeweiligen Corona-Vorgaben)

Ein Audioguide ist für die eigene Sammlung abrufbar – Nutzung über Ihr eigenes Smartphone oder vergleichbares Endgerät.

Bitte beachten Sie, dass zur Zeit keine Kartenzahlung möglich ist.

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