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FAMILY STORIES – Junge Kunst aus Israel
21 Sep 2019———26 Jan 2020

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Mit künstlerischem Blick auf ihre Familien reflektieren acht israelische Gegenwartskünstlerin-nen und -künstler ihren sehr persönlichen Standpunkt innerhalb der Gesellschaft. Sie analy-sieren den Einfluss von Historie und Gegenwart, Religion und Kultur auf ihre jeweiligen Fami-liengeschichten und suchen deren Spuren in ihrem subjektiven Denken und Empfinden. Die-sen biographischen Prozess transformieren sie in autonome Kunstwerke, um über das indivi-duelle Schicksal hinaus zu allgemeingültigen Aussagen zu gelangen. So setzt sich Michael Kovner, Sohn des bedeutenden Lyrikers und Widerstandskämpfers gegen Nazi-Deutschland, Aba Kovner, mit den Traumata seines Vaters und das davon geprägte Vater-Sohn-Verhältnis
im Medium des Graphic Novel auseinander. Samah Shihadi erinnert sich in ihren großforma-tigen Zeichnungen an die Ausflüge ihrer Familie zu den Ruinen des ehemaligen Elternhauses, das dem Konflikt zwischen Israel und Palästina zum Opfer fiel. Auch Zoya Cherkasskys Bild-themen bestimmen Kindheitserinnerung: Farbintensiv malt sie den Alltag in Russland, woher viele Einwanderer nach Israel kamen. Mika Hazan Bloom dokumentiert in einem Video die heftigen Diskussionen mit ihrem Vater über ihre Beziehung zu einem afrikanischen Flüchtling. Fatima Abu Roomi behandelt in ihren Gemälden ihre Tochter-Vater-Beziehung mit wiederkeh-renden Darstellungen des Vaters und einer Reihe von Selbstbildnissen, in denen sie sich mit und ohne Verschleierung malt. Den schmerzlichen Verlust eines Elternteils durch Krankheit verarbeiten Karam Natour und Eden Auerbach Ofrat in ihren Videoarbeiten. Karam Natour entwickelt nach dem Tod des Vaters gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Zwillingsbruder performative Szenarien, die als eine selbstbestimmte gemeinsame Trauerarbeit deutbar sind. Eden Auerbach Ofrat transzendiert den Tod ihrer Mutter durch die Schaffung „eigener, per-sönlicher Mythen“, konkret in ihrer Interpretation des Goethe-Gedichtes „Der Erlkönig“. Das Künstlerpaar Merav Kamel und Halil Balabin bringen in einer Radierfolge ein lang gehütetes Familiengeheimnis ans Licht der Öffentlichkeit: Balabins Onkel verbüßte auf Grund eines Raubmords eine langjährige Strafe im staatlichen Gefängnis in Ossining (Sing Sing) im US-Bundesstaat New York.

 

Bild oben: Zoya Cherkassky, „Grandma’s Birthday“ (2017)

Bild unten: Still aus dem Video „Repeat After Me“ (2018) von Karam Natour

Kontakt

Öffnungszeiten

Adresse

Kunstmuseum Bochum

Kortumstraße 147
44777 Bochum (Postanschrift)
44787 Bochum (Navigation) 

 

Kasse/Information

Telefon: +49 (0)234 910 - 42 30

E-Mail: museum@bochum.de

Facebook: facebook.com/kunstmuseumbochum

 

Anfahrt

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Öffnungszeiten

Dienstag, Donnerstag, Freitag,
Samstag und Sonntag:
10.00 — 17.00 Uhr

Mittwoch:
10.00 — 20.00 Uhr

An folgenden Feiertagen bleibt das Kunstmuseum Bochum geschlossen: Neujahr, Karfreitag, 1. Mai, Heiligabend, 25. Dezember, Silvester.

Ostermontag und Pfingstmontag ist das Kunstmuseum Bochum geöffnet.

 

Eintrittspreise

Normalpreis                  5,00 Euro

Ermäßigt                       2,50 Euro

Familienkarte               10,00 Euro

Jahreskarte                  25,00 Euro

Jahreskarte ermäßigt    12,50 Euro

Familienjahreskarte      44,00 Euro

 

Kinder und Jugendliche bis zu 14 Jahren und Schüler im Rahmen von Schulveranstaltungen haben freien Eintritt!

An jedem ersten Mittwoch im Monat ist der Eintritt frei!

 

Regelmäßige Führungen sonntags um 15.00 Uhr (ohne Aufpreis) - weitere Führungen auf Anfrage möglich!

 

Bitte beachten Sie, dass zur Zeit keine Kartenzahlung möglich ist.

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