Das neue Format Kunst mit Kuchen richtet sich an Senior*innen, die Lust haben, das Museum und die Ausstellungen gemütlich und gemeinsam kennenzulernen. An jedem letzten Mittwoch im Monat bieten wir dieses besondere Kunsterlebnis, für das kein Vorwissen nötig ist. Nach einem gemeinsamen Rundgang ist Zeit, um zusammen in unserem schönen Museumscafé ein Stück Kuchen zu essen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Kosten: 10 Euro pro Person. Die Teilnahme sowie ein Freigetränk und ein Stück Kuchen sind im Preis enthalten. Interessierte melden sich bitte vorab per E-Mail an kunstvermittlung@bochum.de oder per Telefon unter 0234 910 42 30 an.
Eine Gruppenanmeldung ist nicht möglich! Gruppen können individuelle Termine für eine Führung mit oder ohne Workshop buchen.
Ausgangspunkt dieser Ausstellung ist die große Fluxus-Schau How We Met (November 2025–Februar 2026), die erstmals die Schenkung von Fluxus-Kunstwerken der verstorbenen Galeristin Inge Baecker an das Kunstmuseum präsentierte. Die eingeladenen Künstler*innen Yuko Mohri (*1980) und Ei Arakawa-Nash (*1977) haben sich von Kunstwerken aus dieser Sammlung inspirieren lassen. Beide Künstler*innen sind von experimentellen Kunstströmungen wie der Fluxus-Bewegung (lat. fließend) geprägt. Genreübergreifend und mit einfachen Mitteln definierten die Fluxus-Künstler*innen seit den 1960er Jahren die Kunstproduktion radikal neu. Die Ideen standen im Vordergrund, weniger das einzelne Genie.
Für die Ausstellung How We Meet haben Mohri und Arakawa-Nash nun Begegnungen aller Art geschaffen: zwischen Wasser und Raum, Apfel und Strom und ihren eigenen Ideen und denen jener Fluxus-Künstler*innen, auf die sie in der Sammlung treffen (wie Alison Knowles, Daniel Spoerri, Mauricio Kagel und Geoffrey Hendricks).
Yuko Mohri kombiniert Klang und Readymades und arrangiert so alltägliche Gegenstände wie Regenschirme, Papierrollen, Glühbirnen, Lebensmittel und andere organische Materialien oder Ventilatoren zu ortsspezifischen Installationen. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Licht oder die Bewegungen des Publikums im Raum beeinflussen die Choreografie ihrer Skulpturen. Glühbirnen gehen an und aus, Glocken läuten, Schläuche pumpen, Gabeln schwingen rhythmisch und zufällig.
Ei Arakawa-Nash arbeitet performativ und bezieht Alltagsgegenstände, Kunstwerke und Menschen als gleichberechtigte Akteur*innen in seine Kunst ein. Klang und Lyrik spielen für Mohri sowie Arakawa-Nash eine zentrale Rolle. Zu sehen sind bestehende und neue Produktionen des Künstlers, die so trocken und nüchtern wirkende Systeme wie Währungen und Kunstmarkt, den eigenen CO2-Fußabdruck oder den Wert von Arbeit in den Fokus nehmen.
Auf der 60. Biennale in Venedig (2024) vertrat Yuko Mohri den japanischen Pavillon und zeigte dort ihre Ausstellung „Compose“. Ei Arakawa-Nash bespielt dort dieses Jahr den japanischen Pavillon.
Yuko Mohri und Ei Arakawa-Nash begegnen sich für How We Meet zum ersten Mal und haben in vielen Gesprächen und entlang ihres gedanklichen Konzepts Water Money Salad eine Ausstellung in Form eines spielerischen Parcours inszeniert. Die Themen Wasser, Geld und Salat verbinden mal metaphorisch, manchmal wortwörtlich die Kunstwerke beider Künstler*innen mit den Kunstwerken aus der Fluxus-Sammlung.