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Niemandslicht: Ursula Schulz-Dornburg. Photographien 1973 – 2011
3 Dez 2011———12 Feb 2012

—————————— Ursula Schulz-Dornburg hat die ‚repräsentative‘ Ausstellungshalle zu einem sehr persönlichen Ausstellungsraum modelliert; sie hat deren Größe gebrochen, ohne einzuengen– im Gegenteil: sie hat die Wände geöffnet, um den Blick in eine nahezu grenzenlose Weite zu lenken. Sie hat den Raum mit Stationen ihres künstlerischen Lebens gleich: Schaffens besetzt, Station, die durch diese spezifische Bochumer Situation provoziert wurden. Die frühe Folge der Arkaden des Markusplatzes mit den durch Wind in der Sonne bewegten Vorhängen macht den Auftakt. Die Festigkeit der Architektur, das Tragen und Lasten erhält durch den Wechsel von Licht und Schatten eine nahezu immaterielle Leichtigkeit. Diese Bildauffassung findet sich in ihrem Abbilden von Landschaft wieder, die innerhalb menschlicher Wahrnehmungsmöglichkeiten unveränderliche Tektonik einer Landschaft verliert durch den Prozess der Betrachtung die Endgültigkeit.

In ihrer künstlerischen Biographie war ein gemeinsames Ausstellungsprojekt mit Mirosłav Bałka so bedeutsam, dass Schulz-Dornburg diese Begegnung erneut provoziert.

Ein Motiv im Werk des polnischen Künstlers stellt die deutsch-polnische Geschichte während des Nationalsozialismus und die unterschiedlichen Perspektiven der gemeinsamen Erfahrung des Holocausts dar. Bałka ließ im Zusammenhang dieser Arbeit den Begriff ‚Dornenkrone‘ fallen, seine Kunst hat einen Verweisungscharakter ist aber nie illustrativ oder anekdotisch. In der Eisenskulptur, die Bałka aus der Abstraktion eines Wohnungsgrundrisses entwickelte, erfährt der Betrachter eine Desorientierung, befindet sich weder in einem Innen noch einem Außen.

Ein mit Worten nicht beschreibbarer Zwischenraum ist auch Schulz-Dornburgs Thema. Die authentischen, historisch und kulturell aufgeladenen Landschaften werden durch die Art und Weise ihrer Ablichtung zeit- und raumlos (so lässt das Licht keine Rückschlüsse auf Tages oder Jahreszeiten zu).

Eine weitere Markierung stellt die ‚Wort – Skulptur‘ von Lawrence Weiner innerhalb der Ausstellung dar. Sein Satz widersetzt sich funktionaler Logik, sprengt die Grenzen eindimensionalen Wahrnehmens und Denkens und provoziert so eine poetische Offenheit.

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An folgenden Feiertagen bleibt das Kunstmuseum Bochum geschlossen: Neujahr, Karfreitag, 1. Mai, Heiligabend, 25. Dezember, Silvester.

An den übrigen Feiertagen bleibt das Museum jeweils von 10.00-17.00 Uhr geöffnet.

Eintrittspreise

Eintritt frei bis 31. Mai 2022
Wegen der Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie ist der Eintritt in die Eigene Sammlung und die Wechselausstellungen des Kunstmuseum Bochum derzeit frei.

Eintrittspreise ab 1. Juni 2022

Eintritt eigene Sammlung: frei

Einzelkarte Wechselausstellung: 6 Euro, ermäßigt 3 Euro

Kombiticket mehrere parallele Wechselausstellungen: 8 Euro, ermäßigt 4 Euro

Jahreskarte (12 Monate ab Kaufdatum): 30 Euro, ermäßigt 15 Euro

Gruppenticket ab 10 Personen: 40 Euro

 

Ermäßigungen / freier Eintritt:

Freier Eintritt an jedem 1. Mittwoch im Monat

Feier Eintritt für: Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr / RuhrKultur.Card / ICOM / Deutscher Museumsbund / RuhrKunstMuseen / Verband deutscher Kunsthistoriker / Verband der Restauratoren / ArtCard Deutsche Bank

Ermäßigte Preise für Schüler und Studenten bis 29 Jahre, Auszubildende, Schwerbehinderte (mind. 80%) und Inhaber eines Vergünstigungsausweises. Außerdem Inhaber der artCard (art Magazin) sowie verschiedener Gutscheinbücher.

 

Führungen

Regelmäßige Führungen sonntags um 15.00 Uhr (ohne Aufpreis) – weitere Führungen auf Anfrage möglich!

Ein Audioguide ist für die eigene Sammlung abrufbar – Nutzung über Ihr eigenes Smartphone oder vergleichbares Endgerät.

Bitte beachten Sie, dass zur Zeit keine Kartenzahlung möglich ist.

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