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*Shengal – die Kraft der Frauen* mit der Volksbühne Basel
19 Dez 2021——— 18:00 bis 22:00 Uhr

Die Kraft der Frauen (Volksbühne Basel)

In  selbigem Theaterstück erzählen Frauen und Männer aus dem
Shengal-Gebiet (das letzte noch bestehende Siedlungsgebiet der
êzidischen Bevölkerung im Nord-Irak), wie sie nach der Befreiung vom sogenannten
islamischen Staat beginnen, auf den Ruinen des Krieges ein neues
Gesellschaftsmodell aufzubauen. Kein einfaches Unterfangen, aber eines,
das grossen Mut und Hoffnung transportiert.

Ohne Widerstand zu leisten, wären viele von denen, die den Genozid
überlebt haben, mental erkrankt. Rache aber wollten wir nicht. Wir glauben eher an ein

friedliches Zusammenleben der unterschiedlichen Menschen und Religionen.

Die Regisseurin Anina Jendreyko ist mit ihrem Team in den letzten Jahren
mehrmals in den Shengal gereist, hat Material gesammelt und sich in eine
enge Zusammenarbeit mit ezidischen Frauen begeben. Sie beschäftigt sich
seit über 20 Jahren mit den Ereignissen in den kurdischen Gebieten
(Türkei, Iran, Irak, Syrien), arbeitete und lebte auch dort. Unterstützt
wird sie von den kurdischen Musiker*innen, die den Dengbesh (Lieder) aus
dem Shengal zu uns bringen, und die, wie das ganze Ensemble, eine eigene
biografische Verbindung zu der Region haben.

Als im August 2014 der IS den Shengal mit dem Ziel die
êzidische Bevölkerung als Ungläubige auszulöschen, überfällt, ziehen sich die irakischen Autoritäten
zurück und überlassen die Ezid*innen ihrem Schicksal. Kämpfer*innen der kurdischen
Befreiungsbewegung gelingt es, einen Korridor durch das vom IS besetzte
Gebiet frei zu kämpfen und den drohenden Völkermord zu verhindern: Durch
diesen Korridor können an die 150’000 êzidische Frauen, Männer und
Kinder flüchten.
Die Rettung löste innerhalb der êzidischen Bevölkerung einen intensiven
innergesellschaftlichen Diskurs aus. Die bis dahin nach innen
orientierte und patriarchal strukturierte Gesellschaft befindet sich
seitdem in einer tiefgreifenden Veränderung. Im Mittelpunkt stehen die
êzidischen Frauen. Sie sind der Motor des gesellschaftspolitischen
Aufbruchs.

Die Inszenierung spiegelt ein zeitgeschichtliches Zeugnis eines
Aufbruchs wider, der weit über den Shengal hinaus reicht. Durch die
künstlerische Arbeit des Ineinander Verflechtens von Live Musik der
ëzidisch-kurdischen Musiker*innen, der im Shengal gedrehten Video- und
Tonaufnahmen, sowie des Textes und Spiels der Schauspieler*innen löst
sich die objektive Distanz auf und schafft eine subjektive Verbindung
zwischen vermeintlich fremden Welten.

Beteiligte: Carmen Dalfogo, Ivan Anderson, Esra Ugurlu, Ferhad Feqî *Musik*
Süleyman Carnewa, Susin Sewsen, Metin Yilmaz *Konzept, Text & Regie*
Anina Jendreyko *Video & Konzeptmitarbeit *Georg Faulhaber *Mitarbeit
(Vertreterin des Dachverband des êzidischen Frauenrates e.V* Songül
Talay *Bühne und Kostüm *Martina Ehleiter *Regieassistenz* Petra
Rotar *Hospitanz* Zeynep Yasar *Technik/Licht* Michel Jann, Inigo
Mendieta *Produktionsleitung* Pascal Moor *Grafik* Thomas Dillier

http://www.volksbühne-basel.ch
Dort ebenso Foto zum Download!

Als weitere Teilhabende dieses Abends spielt Compania Bataclan zum Tanz auf.

Musik: Balkan-Klezmer-ReggaeSka-Swing-Anatolische Grooves und Tanzperformance.

www.bo-alternativ.de/bataclan

Des Weiteren bietet sich die Kenntnisnahme der Ausstellung HK ANWESEND an.

In Kooperation und mit Unterstützung von:

Kunstmuseum Bochum, Mieter*innenverein Bochum, Blondies, HoHo, Hutzel, Bahlo Records, O Sole Mio (Dorstenerstr.) und Rojava-Solidarität.

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Adresse

Kunstmuseum Bochum

Kortumstraße 147
44777 Bochum (Postanschrift)
44787 Bochum (Navigation)

Telefon: +49 (0)234 910 – 42 30

E-Mail: museum@bochum.de

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An folgenden Feiertagen bleibt das Kunstmuseum Bochum geschlossen: Neujahr, Karfreitag, 1. Mai, Heiligabend, 25. Dezember, Silvester.

An den übrigen Feiertagen bleibt das Museum jeweils von 10.00-17.00 Uhr geöffnet.

Eintrittspreise

Zum Jubiläum gewähren wir freien Eintritt für die Eigene Sammlung! (Wegen der langen coronabedingten Schließung verlängert in 2021)

Normalpreis                  5,00 Euro

Ermäßigt                       2,50 Euro

Familienkarte               10,00 Euro

Jahreskarte                  25,00 Euro

Jahreskarte ermäßigt    12,50 Euro

Familienjahreskarte      44,00 Euro

Kinder und Jugendliche bis zu 14 Jahren und Schülergruppen haben freien Eintritt!

An jedem ersten Mittwoch im Monat ist der Eintritt frei!

Regelmäßige Führungen sonntags um 15.00 Uhr (ohne Aufpreis) – weitere Führungen auf Anfrage möglich! (Achtung: Dieses Angebot ist abhängig von den jeweiligen Corona-Vorgaben)

Ein Audioguide ist für die eigene Sammlung abrufbar – Nutzung über Ihr eigenes Smartphone oder vergleichbares Endgerät.

Bitte beachten Sie, dass zur Zeit keine Kartenzahlung möglich ist.

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