Inhalt

HK Anwesend
19 Sep 2021———30 Jan 2022

123
Ausstellungsansicht HK Anwesend, 2021, Foto: Eric Jobs

Im Mittelpunkt des Projekts HK Anwesend steht die symbolische Wiederkehr des Bochumer Kommunalpolitikers und Widerstandskämpfers Heinrich König (1886-1943), der nach zehn Jahren Exil in Frankreich 1943 von den Nationalsozialisten in seiner Heimatstadt ermordet wurde. Arno Gisinger und Pierre Rabardel schaffen mittels räumlich inszenierter Fotografien eine visuelle Topographie von Heinrich Königs Biografie und stellen gleichzeitig die allgemeine Frage nach dem Leben im Exil. Die Ausstellung ist in thematische Inseln gegliedert und auf die spezifische Architektur des Kunstmuseums Bochum zugeschnitten. Die Inseln greifen temporär in den Stadtraum über, indem sie durch großformatige Fotografien ausgewählte Erinnerungsorte aktivieren. Die Ausstellung mobilisiert Bilder, die ein historisches Schicksal exemplarisch lesbar machen und stellt Analogien zu anderen Exilgeschichten in Vergangenheit und Gegenwart her. „Um zu verstehen, muss man sich ein Bild machen können“, schrieb der französische Kunsthistoriker und Philosoph Georges Didi-Huberman in seinem 2003 erschienenen Buch Images malgré tout (Bilder trotz allem). Diesem Ansatz fühlen sich auch die beiden Künstler Arno Gisinger und Pierre Rabardel verpflichtet. Sie unterstreichen in ihrer bewusst prozesshaften gemeinsamen Arbeit das fantomhafte Potential fotografischer Bilder als Widerstand gegen das Vergessen. Sie machen deutlich, dass Geschichte per se kein Ende kennt und nach neuen Interpretationen der in ihr angelegten Bildpotentiale verlangt.

In Kooperation mit dem Nationalmuseum für die Geschichte der Einwanderung in Paris, dem Französischen Institut in Essen, dem Kunsthistorischen Institut der Ruhruniversität Bochum und den Stadtarchiv Bochum versucht die Ausstellung einen innovativen Forschungsansatz zu Fragen der Geschichtsschreibung und der Theorie zeitgenössischer Bildpraktiken.

Publikation zur Ausstellung: Arno Gisinger / Pierre Rabardel, HK Destins / Schicksale, Éditions Loco, Paris 2021

Die Ausstellung wird großzügig unterstützt durch die Stiftung der Sparkasse Bochum zur Förderung von Kultur und Wissenschaft und durch die Kunst- und Museumsgesellschaft Bochum e.V.

Kontakt

Öffnungszeiten

Adresse

Kunstmuseum Bochum

Kortumstraße 147
44777 Bochum (Postanschrift)
44787 Bochum (Navigation)

Telefon: +49 (0)234 910 – 42 30
E-Mail: kunstmuseum@bochum.de
Facebook | Instagram

 

Öffnungszeiten

Dienstag, Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag sowie feiertags:
10.00 — 17.00 Uhr
Mittwoch:
12.00 — 20.00 Uhr
An Neujahr, Karfreitag, 1. Mai, Heiligabend, 25. Dezember und Silvester bleibt das Kunstmuseum Bochum geschlossen.

 

Eintrittspreise

Dauerausstellung: Eintritt frei
Wechselausstellung: 6 Euro | ermäßigt 3 Euro
Kombiticket: 8 Euro | ermäßigt 4 Euro
Jahreskarte: 30 Euro | ermäßigt 15 Euro
Gruppenticket ab 10 Personen: 40 Euro

Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr sowie Mitglieder von ICOM / Deutscher Museumsbund / RuhrKunstMuseen / Verband deutscher Kunsthistoriker / Verband der Restauratoren / und Inhaber:innen der RuhrKultur.Card & ArtCard Deutsche Bank haben freien Eintritt.

Ermäßigungen gelten für Schüler:innen und Studierende bis 29 Jahre, Auszubildende, Schwerbehinderte (mind. 80%) und Inhaber:innen eines Vergünstigungsausweises. Außerdem Inhaber:innen der artCard (art Magazin) sowie verschiedener Gutscheinbücher.

Eintritt frei im gesamten Museum an jedem ersten Mittwoch des Monats