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Eskimo! Kunst aus dem Nordpolargebiet
5 Okt 2002———2 Feb 2003

—————————— Es interessiert das Zusammentreffen unterschiedlicher Weltbilder, das zu neuen Kultur- und Kunstäußerungen führt. Im Falle der reichen, uns fremden Kultur der Eskimos gibt es vergleichsweise wenige Künstler, die sich unmittelbar auf deren geistige Vorstellungen und entsprechende Formensprache berufen. Zu nennen wären die Surrealisten Asgar Jorn oder Henry Moore.

Für diese Ausstellung hat sich ein interdisziplinäres Team gebildet: der Völkerkundler Dr. Jean-Loup Rousselot, der Künstler Lutz Fritsch und das Kunstmuseum Bochum. Gemeinsam erarbeiteten sie einen unkonventionellen Blick auf die Kunst aus dem Nordpolargebiet. Die Ausstellung argumentiert visuell. Sie will Faszinationen beim Betrachter auslösen und unter diesem Gesichtspunkt wurden die Exponate nach unserem künstlerischen Verständnis ausgewählt: Gegenstände der Jagd, des Fischfangs oder des Kultes werden weniger nach chronologischen, geographischen oder ethnographischen Kriterien gewählt und installiert, sondern nach “ästhetischen” Merkmalen. Zu den Ausstellungsstücken gehören gleichermaßen archäologische Funde, historische Alltagsutensilien, Kult- und Gebrauchsgegenstände und zeitgenössische Kunst der Eskimos.

Die Ausstellung ist Teil einer konzeptionellen Reihe des Museums Bochum, die sich mit der Rezeption und Integration unterschiedlicher Kulturen in die so genannte Hochkunst des 20. und 21. Jahrhunderts befasst.

Aus den Erfahrungen, die der Künstler Lutz Fritsch während seiner Arktis-Expedition sammelte, ist die Ausstellungsdramaturgie “hell-dunkel” abgeleitet. Unser Blick in diesen Naturraum mit seinen spezifischen Lichtverhältnissen, bisweilen ohne Horizont, findet keine Relationen und kann sich nicht verorten. Lutz Fritsch verarbeitet dies in seinen Filmen, Fotografien und Zeichnungen, die eine eigene Abteilung der Ausstellung darstellen. Auch in der Inszenierung der Exponate der Eskimo-Kultur lässt Lutz Fritsch seine Faszination für diese Welt durchblicken.

Der Besucher erhält die völkerkundliche Grundinformation über Herkunft und Bedeutung der Objekte, die in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum für Völkerkunde durch Jean-Loup Rousselot erstellt wurden. Darüber hinaus dokumentiert der circa 6-stündige Filmbeitrag “Nunavut” von der Igloolik Isuma Productions, einer von Eskimos geführten Filmproduktion, einen anderen Blick auf das Leben der Inuit.

Kontakt

Öffnungszeiten

Adresse

Kunstmuseum Bochum

Kortumstraße 147
44777 Bochum (Postanschrift)
44787 Bochum (Navigation)

Telefon: +49 (0)234 910 – 42 30
E-Mail: kunstmuseum@bochum.de
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Öffnungszeiten

Dienstag, Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag sowie feiertags:
10.00 — 17.00 Uhr
Mittwoch:
12.00 — 20.00 Uhr
An Neujahr, Karfreitag, 1. Mai, Heiligabend, 25. Dezember und Silvester bleibt das Kunstmuseum Bochum geschlossen.

 

Eintrittspreise

Dauerausstellung: Eintritt frei
Wechselausstellung: 6 Euro | ermäßigt 3 Euro
Kombiticket: 8 Euro | ermäßigt 4 Euro
Jahreskarte: 30 Euro | ermäßigt 15 Euro
Gruppenticket ab 10 Personen: 40 Euro

Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr sowie Mitglieder von ICOM / Deutscher Museumsbund / RuhrKunstMuseen / Verband deutscher Kunsthistoriker / Verband der Restauratoren / und Inhaber:innen der RuhrKultur.Card & ArtCard Deutsche Bank haben freien Eintritt.

Ermäßigungen gelten für Schüler:innen und Studierende bis 29 Jahre, Auszubildende, Schwerbehinderte (mind. 80%) und Inhaber:innen eines Vergünstigungsausweises. Außerdem Inhaber:innen der artCard (art Magazin) sowie verschiedener Gutscheinbücher.

Eintritt frei im gesamten Museum an jedem ersten Mittwoch des Monats