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Friederike Klotz – INWIEFERNO
12 Jun 2021———29 Aug 2021

Raum- und Soundinstallationen ∙ Fotografie ∙ kinetische Objekte

Die in Berlin lebende Künstlerin Friederike Klotz entwirft in ihrer Ausstellung eine Art von Experimentierlabor, in dem menschliches Verhalten, die Steuerung von Gruppendynamiken, und Formen von zukünftiger Entwicklung von Stadt, Natur und Gesellschaft untersucht werden. Dreidimensionale Raum- und Wandobjekte lassen komplexe Welten entstehen, die sich durch verschiedene optische Phänomene, Verfremdungseffekte, Vergrößerungen, Miniaturisierung, Spiegelungen und Bewegung, immer wieder einer präzisen Erfassung durch den Betrachter entziehen. Die kinetischen Objekte, Klangskulpturen, Zeichnungen und Collagen führen uns ein durchaus beklemmendes Universum im Miniaturformat vor Augen, in dem anonyme, ihrer Individualität entledigte Figuren von unsichtbarer Hand gesteuert erscheinen. Aus einfachsten Materialien, häufig alltägliche Plastikverpackungen und Fundstücke, entwickelt Friederike Klotz vielschichtige Anschauungsmodelle, die durchaus das Potenzial besitzen, aktuelle Fragen nach dem Zustand einer total kontrollierten und durch elektronische Systeme überwachten Gesellschaft zu provozieren.

In den Werken von Friederike Klotz spielen gesellschaftlichen Zukunftsvisio­nen eine große Rolle. Sie fängt diese Ideen in den unterschiedlichsten Medien ein: In geschichteten Zeichnungen, Klangbasierten oder kybernetischen Skulpturen. Frühere transparente Objekte sind zugleich Innen- und Außenräume und stellten da­mit Fragen nach der gegenseitigen Durchdringung des Privaten und des Öffentlichen. Ihre Objekte beschäftigen sich darüber hinaus mit dem System der Disziplinierung durch ständige gegenseitige Beobachtung. In ihren Arbeiten wird der Betrachter zum Mitwisser und Mitspieler. Friederike Klotz regt dadurch zum Nachdenken über Identität und die Verortung des eigenen Selbst im Kollektiven an. (Sandra Dichtl)

 

Bildcredits:

Detailansicht aus „Nationalhymen“, 2010, Trommel, Markerzeichnung, Kunststoffverpackungen, Acrylglas, Lautsprechertechnik, Sound, Durchmesser 55 cm, Höhe 60 cm, Foto © Christian Muhrbeck

 

Ausstellungsansichten, Friederike Klotz 2021, Foto © Roland Baege

Kontakt

Öffnungszeiten

Adresse

Kunstmuseum Bochum

Kortumstraße 147
44777 Bochum (Postanschrift)
44787 Bochum (Navigation)

Telefon: +49 (0)234 910 – 42 30
E-Mail: kunstmuseum@bochum.de
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Öffnungszeiten

Dienstag, Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag sowie feiertags:
10.00 — 17.00 Uhr
Mittwoch:
12.00 — 20.00 Uhr
An Neujahr, Karfreitag, 1. Mai, Heiligabend, 25. Dezember und Silvester bleibt das Kunstmuseum Bochum geschlossen.

 

Eintrittspreise

Dauerausstellung: Eintritt frei
Wechselausstellung: 6 Euro | ermäßigt 3 Euro
Kombiticket: 8 Euro | ermäßigt 4 Euro
Jahreskarte: 30 Euro | ermäßigt 15 Euro
Gruppenticket ab 10 Personen: 40 Euro

Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr sowie Mitglieder von ICOM / Deutscher Museumsbund / RuhrKunstMuseen / Verband deutscher Kunsthistoriker / Verband der Restauratoren / und Inhaber:innen der RuhrKultur.Card & ArtCard Deutsche Bank haben freien Eintritt.

Ermäßigungen gelten für Schüler:innen und Studierende bis 29 Jahre, Auszubildende, Schwerbehinderte (mind. 80%) und Inhaber:innen eines Vergünstigungsausweises. Außerdem Inhaber:innen der artCard (art Magazin) sowie verschiedener Gutscheinbücher.

Eintritt frei im gesamten Museum an jedem ersten Mittwoch des Monats