ERÖFFNUNG: 23. OKTOBER 2026, 19 UHR, EINTRITT FREI
Maria Pinińska-Bereś (1931–1999) ist eine der außergewöhnlichsten Persönlichkeiten der polnischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Zu ihrem Werk zählen Skulpturen, Installationen und Performances. Im Zentrum ihrer poetisch wie politischen Kunst steht die Auseinandersetzung mit Weiblichkeit und den damit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen. Als gelernte Bildhauerin experimentierte sie mit den Konventionen ihrer Disziplin, die sie um Performances und Aktionen im öffentlichen Raum erweiterte.
Diese Retrospektive zeigt die wichtigsten Momente in Pinińska-Bereś’ künstlerischen und emanzipatorischen Schaffen. Ihre Kunst ist subtil, humorvoll, erotisch. Sie erzählt von der Komplexität des Lebens innerhalb eines autoritären Systems, in dem die Künstlerin ihren eigenen Weg verfolgte. Die Farbe Rosa als wiederkehrendes Element in ihren Werken vermittelt ihre Kritik an der Gesellschaft. Oft missverstanden als naiv oder harmlos, steht das Rosa in Pinińska-Bereś´ Werk als Gegenpol zum omnipräsenten Rot im damals kommunistischen Polen; für das Weibliche, das Häusliche, den Körper.
Maria Pinińska-Bereś stand jahrelang im Schatten ihres Mannes Jerzy Bereś, eines renommierten Bildhauers und Performancekünstlers, dessen Werke auch in der Sammlung des Kunstmuseums zahlreich vertreten sind. Mit der Retrospektive erhält sie nun endlich die Anerkennung, die sie verdient.
Under the Pink Flag wurde von Heike Munder und Jarosław Suchan gemeinsam mit Julia Lerch Zajączkowska kuratiert.


