Kunst mit Kuchen richtet sich an Senior*innen, die Lust haben, das Museum und die Ausstellungen gemütlich und gemeinsam kennenzulernen. An jedem letzten Mittwoch im Monat bieten wir dieses besondere Kunsterlebnis, für das kein Vorwissen nötig ist. Nach einem gemeinsamen Rundgang ist Zeit, um zusammen in unserem schönen Museumscafé ein Stück Kuchen zu essen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Kosten: 10 Euro pro Person. Die Teilnahme sowie ein Freigetränk und ein Stück Kuchen sind im Preis enthalten. Interessierte melden sich bitte vorab per E-Mail an kunstvermittlung@bochum.de oder per Telefon unter 0234 910 42 30 an.
Eine Gruppenanmeldung ist nicht möglich! Gruppen können individuelle Termine für eine Führung mit oder ohne Workshop buchen.
Maria Pinińska-Bereś (1931–1999) ist eine der außergewöhnlichsten Persönlichkeiten der polnischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Zu ihrem Werk zählen Skulpturen, Installationen und Performances. Im Zentrum ihrer poetisch wie politischen Kunst steht die Auseinandersetzung mit Weiblichkeit und den damit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen. Als gelernte Bildhauerin experimentierte sie mit den Konventionen ihrer Disziplin, die sie um Performances und Aktionen im öffentlichen Raum erweiterte.
Diese Retrospektive zeigt die wichtigsten Momente in Pinińska-Bereś’ künstlerischen und emanzipatorischen Schaffen. Ihre Kunst ist subtil, humorvoll, erotisch. Sie erzählt von der Komplexität des Lebens innerhalb eines autoritären Systems, in dem die Künstlerin ihren eigenen Weg verfolgte. Die Farbe Rosa als wiederkehrendes Element in ihren Werken vermittelt ihre Kritik an der Gesellschaft. Oft missverstanden als naiv oder harmlos, steht das Rosa in Pinińska-Bereś´ Werk als Gegenpol zum omnipräsenten Rot im damals kommunistischen Polen; für das Weibliche, das Häusliche, den Körper.
Maria Pinińska-Bereś stand jahrelang im Schatten ihres Mannes Jerzy Bereś, eines renommierten Bildhauers und Performancekünstlers, dessen Werke auch in der Sammlung des Kunstmuseums zahlreich vertreten sind. Mit der Retrospektive erhält sie nun endlich die Anerkennung, die sie verdient.
Under the Pink Flag wurde von Heike Munder und Jarosław Suchan gemeinsam mit Julia Lerch Zajączkowska kuratiert.