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Natascha Borowsky – Transition
3 Dez 2014———14 Dez 2014

—————————— Entlang eines belebten Küstenstreifens im Nordwesten von Mumbai wächst eine kleine Mangrovenart. Der lichte Wald, bei jeder Flut vom Meer umspült, bei Ebbe freigegeben und begehbar, ist ein Restfragment der hier einst auf den ursprünglichen Inseln vorrangig ansässigen Vegetation.

Dieser Ort ist von außen betrachtet eher ein hermetischer Körper, bei Betreten zudem ein Unort, im offiziellen Bild der Stadt nicht vorhanden und damit gleichzeitig eine fast private Rückzugsmöglichkeit für Menschen deren Wohnsituation kaum Privatsphäre zulässt. Aufgrund der Gezeiten bleibt das Gebiet nur temporär zugänglich und was hier passiert entzieht sich der allgemeinen Wahrnehmung: Material-Fragmente, die das Meer mit den Gezeiten heranspült, um Äste und Stämme wickelt, mit jeder neuen Flut fester schnürt oder weiter trägt, bleiben unberührt und ungestört, in gewisser Weise unsichtbar.
Ein eigener Kosmos entfaltet sich. Kulisse, Installation, Kuriositätenansammlung, Müllhalde, Zauberwald.

Im assoziativen Gedankenspiel zeigen sich gebaute Bilder, die das Wissen um die zunehmende Vermüllung der Meere zwar einbeziehen, darüber hinaus aber weitere Ebenen für Seherfahrungen öffnen. In ihnen sieht die Becherschülerin Natascha Borowsky weniger das Dokumentarische als das Poetische, Installative, eher den Zauberwald statt einer Müllhalde, ‚Räume‘ mit starker eigener Ausstrahlung.

Der installative Charakter dieser quasi von der Natur selbstorganisierten Situationen erinnert teils an das rituelle Verknoten von Stoffstücken an Ästen ausgewählter Bäume in Gedenken an Verstorbene. Baumverehrung ist seit dem Altertum überliefert und hat auch in Indien Wurzeln.
Andere Ensembles wirken befremdlich wie Zitate zeitgenössischer künstlerischer Installationspraktiken.

Die Situation bleibt temporär, verändert sich mit den Gezeiten, befindet sich in einem Prozess fortdauernder Bewegung und Wandlung: Transition.

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Kunstmuseum Bochum

Kortumstraße 147
44777 Bochum (Postanschrift)
44787 Bochum (Navigation)

Telefon: +49 (0)234 910 – 42 30

E-Mail: museum@bochum.de

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Öffnungszeiten

Dienstag, Donnerstag, Freitag,
Samstag und Sonntag:
10.00 — 17.00 Uhr

Mittwoch:
12.00 — 20.00 Uhr

An folgenden Feiertagen bleibt das Kunstmuseum Bochum geschlossen: Neujahr, Karfreitag, 1. Mai, Heiligabend, 25. Dezember, Silvester.

An den übrigen Feiertagen bleibt das Museum jeweils von 10.00-17.00 Uhr geöffnet.

Eintrittspreise

Eintritt frei bis 31. Mai 2022
Wegen der Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie ist der Eintritt in die Eigene Sammlung und die Wechselausstellungen des Kunstmuseum Bochum derzeit frei.

Eintrittspreise ab 1. Juni 2022

Eintritt eigene Sammlung: frei

Einzelkarte Wechselausstellung: 6 Euro, ermäßigt 3 Euro

Kombiticket mehrere parallele Wechselausstellungen: 8 Euro, ermäßigt 4 Euro

Jahreskarte (12 Monate ab Kaufdatum): 30 Euro, ermäßigt 15 Euro

Gruppenticket ab 10 Personen: 40 Euro

 

Ermäßigungen / freier Eintritt:

Freier Eintritt an jedem 1. Mittwoch im Monat

Feier Eintritt für: Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr / RuhrKultur.Card / ICOM / Deutscher Museumsbund / RuhrKunstMuseen / Verband deutscher Kunsthistoriker / Verband der Restauratoren / ArtCard Deutsche Bank

Ermäßigte Preise für Schüler und Studenten bis 29 Jahre, Auszubildende, Schwerbehinderte (mind. 80%) und Inhaber eines Vergünstigungsausweises. Außerdem Inhaber der artCard (art Magazin) sowie verschiedener Gutscheinbücher.

 

Führungen

Regelmäßige Führungen sonntags um 15.00 Uhr (ohne Aufpreis) – weitere Führungen auf Anfrage möglich!

Ein Audioguide ist für die eigene Sammlung abrufbar – Nutzung über Ihr eigenes Smartphone oder vergleichbares Endgerät.

Bitte beachten Sie, dass zur Zeit keine Kartenzahlung möglich ist.

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