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Hier finden Sie aktuelle Meldungen aus dem Kunstmuseum Bochum

Eröffnung "Warum ist nicht alles schon Verschwunden?"

Ingeborg Lüscher, Das Bernsteinzimmer, 2003, Installation, 9000 Stück SOLE-Seife, 400x400 cm

23. November 2021

Am 3. Dezember um 19 Uhr wird die neue Ausstellung „Warum ist nicht alles schon verschwunden?“ eröffnet. Die monumentale Installation „Das Bernsteinzimmer“ von Ingeborg Lüscher bildet dabei den Ausgangspunkt. Daneben werden Arbeiten von Joelle Tuerlinckx, Alexandra Bircken, Silvia Bächli, Laure Prouvost und Zofia Kulik präsentiert. Die Ausstellung läuft bis zum 13. März 2022.

RuhrKunstUrban fantastische Tierwesen im Tierpark + Fossilium Bochum

Foto©TPBO: (v.h.l) Ralf Slabik (Zoodirektor, Tierpark + Fossilium Bochum), Kerstin Kuklinski (Kunstvermittlerin, Kunstmuseum Bochum), Lea Szramek (Kunstvermittlerin, Kunstmuseum Bochum) und Noor Mertens (Direktorin, Kunstmuseum Bochum) weihen gemeinsam mit den Kindern der Bochumer Kita Kinderglück e.V. – unter der Leitung von Stefan Ruffer – die Anlage der neuen fanstatischen Tierwesen im Tierpark + Fossilium Bochum ein.

22. November 2021

Neun Kinder der Kita Kinderglück haben seit März 2021 begleitet von den Kunstvermittlerinnen Kerstin Kuklinski und Lea Szramek an diesem Projekt gearbeitet. Ausgehend von dem Kunstwerk »Der Sündenbock« des Künstlers CONSTANT, welches allerlei seltsame Tierwesen zeigt, haben wir über die künstlerische Freiheit gesprochen alles auch mal anders zu denken und zu malen. Kinder und Jugendliche lernen ausgehend von Kunstwerken der Sammlung des Kunstmuseum Bochum künstlerische An- sätze und Strategien kennen, die sie unterstützen und anregen, den Stadtraum bewusst wahrzunehmen und aktiv auf diesen einzuwirken. Neben der Schule und Kindergarten als vertrau- tem und dem Museum als außerschulischem Ort, wird der Tier- park + Fossilium Bochum in der Stadt zum »Dritten Ort«.

Das Museum ist offen und wir feiern

23. August 2021

Kunst, Kaffee und gutes Wetter sorgten am vergangenen Sonntag für ein gelungenes Museumsfest. Knapp 1200 Besucher*innen tummelten sich auf den unterschiedlichen Ebenen des Hauses. Im Vermittlungsatelier wurde fleißig selber kreativ gearbeitet und mehrere Künstler*innengespräche auf der etwas versteckten Terrasse, haben neue Einblicke in die Bochumer Kunstszene gegeben. Mit Eis, Kuchen und Kartoffelwaffel konnte man im Forum und auf der Terrasse am Eingang gemütlich entspannen. Für den krönenden Abschluss sorgte Guy Dermosessian mir seiner Outdoor DJ Set Einlage. Auch der plötzlich einsetzende Regen konnte die Stimmung nicht trüben. Hier ein paar Impressionen und wir bedanken uns bei allen, die diesen Tag möglich gemacht haben.

Nachruf Inge Baecker (1943 – 2021)

Bochum, 20. Juli 2021

Heute erreichte uns die traurige Nachricht, dass Inge Bäcker in der vergangenen Woche verstorben ist. Die gebürtige Bochumerin gründete 1970 eine Galerie für Avantgarde-Kunst, die sie mit großem Engagement und Sachverstand leitete. Inge Bäcker präsentierte viele internationale Vertreter*innen konzeptueller und intermedialer Kunst zum Teil erstmalig in Deutschland. Ihre von 1972 bis 1979 im Ruhrpark Einkaufszentrum veranstalteten sechs „Kunstwochen“ sind mittlerweile Legende, wie auch die große Ausstellung „Sehen um zu hören – Objekte und Konzerte zu visueller Musik der sechziger Jahre“ im Jahr 1975 in der Kunsthalle Düsseldorf.

Wolf Vostells einbetonierte Verkaufstheke „Olympia-Hymne“, das „TV-Cello“ von Nam June Paik und Mauricio Kagels „Beethovenzimmer“, verschiedene Werke von Allan Kaprow, alle Teil der Sammlung des Museums, zeugen von der engen Verbindung zwischen der Galerie Inge Bäcker und dem Kunstmuseum und zeigen gleichzeitig Bäckers Pioniergeist. 2012 organisierte das Museum die Ausstellung  „Inge Baecker Bochum – Fluxus Ruhrgebiet“, wobei anhand ausgewählter Exponate die zwölf Jahre der Galerie in Bochum nachgezeichnet wurden.

Ein gutes Beispiel für Inge Bäckers weitsichtige und experimentierfreudige Haltung geht aus einem Telegramm hervor, das Allan Kaprow 1975 an Wolf Vostell schickte:

‚Dear Wolf, Im am looking forward to my first single exhibition in Germany, the gallery Baecker. I know she has your favourite works. Is it true that she offers Dick Higgins, Vautier, AL Hansen, Borris Lurie, Cage, KP Brehmer, Badura, Mauricio Kagel, Burkhardt, and Arman? Hope to see you in Bochum. Yours, Allan Kaprow“

Inge Bäcker, 1970er Jahre © Hartmut Beifuß

Zu Pfingsten hatte sich die „Fingerhutkirche“ der Evangelischen Kirchengemeinde Bochum-Wiemelhausen Chen Ruo Bing auf besondere Weise genähert. Der hierbei entstandene Film ist nun auch in der Rubrik Filme zur Sammlung zu sehen.

Ab sofort wieder spontan ins Museum!

Mit Erreichen der Inzidenzstufe 1 in Bochum entfällt ab dem 14. Juni die Verpflichtung, vorab einen Termin zu buchen. Für die Rückverfolgbarkeit muss allerdings weiterhin ein Kontaktformular ausgefüllt werden. Auch das Einchecken über die Recover-App ist möglich

Im gesamten Innenbereich gilt weiterhin Maskenpflicht.

„Soft Opening“ und Finissage

Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz in Bochum lässt es zu, dass wir einen weiteren kleinen Schritt hin zu normalem Museumsbetrieb machen können.

Friederike Klotz – INWIEFERNO

Leider ist noch keine große Eröffnung im Forumssaal möglich (jedenfalls nicht, solange wir keine festen Sitzplätze für den Abend zuweisen) und der Ausstellungsbereich im Erdgeschoss limitiert von der Fläche her die erlaubte Besucherzahl. Für eine kleine Zahl von Gästen können wir allerdings ein Soft Opening in Anwesenheit der Künstlerin anbieten, und zwar am Freitag, 11.6., von 18-22 Uhr. Es ist unbedingt eine Terminbuchung erforderlich. Zum Buchungsportal

Am ersten Öffnungstag, 12.6., wird Friederike Klotz im Laufe des Nachmittags ebenfalls anwesend sein. Bitte buchen Sie auch hier möglichst vorab ein Zeitfenster.

Zuhause – Vonovia Award für Fotografie 2020

Die Ausstellung endet am Sonntag, 13.6. – Am Samstag, 12.6., finden daher noch Gespräche mit PreisträgerInnen und ShortlistkandidatInnen statt. Den genauen Zeitplan finden Sie hier. Bitte buchen Sie auch hier vorab ein Zeitfenster.

Mittwoch wieder bis 20 Uhr geöffnet! 

Nachdem wir zwischenzeitig die Öffnungszeiten vereinheitlicht hatten, kehren wir nun im Juni wieder zum langen Mittwoch zurück. Ab sofort gelten also wieder die Öffnungszeiten:

Di-So 10-17 Uhr, Mi 10-20 Uhr

An Fronleichnam, 3. Juni, ist das Kunstmuseum Bochum ebenfalls von 10-17 Uhr geöffnet.

Bitte buchen Sie vorab Ihr Zeitfenster.

Neustart für die Bilderforscher. 

Schon seit 5 Jahren Jahren sind die Bilderforscherkunstkurse ein fester Bestandteil des Kursangebotes für Kinder im Kunstmuseum Bochum. Coronabedingt konnte dieses Format jetzt fast ein Jahr nicht mehr stattfinden. Umso größer war die Freude bei den Kurskindern und der Kursleiterin Maika Letizia Wolff, dass es nun zumindest digital weiter gehen kann.

Dazu haben alle Kinder einen Überraschungsbrief mit Materialien bekommen und treffen sich nun einmal in der Woche digital, um miteinander kreativ zu werden.

Im ersten Online-Workshop entstanden zahlreiche tolle „Dot-Paintings“ mit Wattestäbchen.

Urs Jaeggi und das Kunstmuseum Bochum

Am 13. Februar 2021 verstarb der Soziologe, Schriftsteller und bildende Künstler Urs Jaeggi in Berlin. Er hatte viele Verbindungen nach Bochum, wo er Ende der 1960er Jahre lebte und als Professor für Soziologie an der Ruhr Universität wirkte. Besonders eng war seine Beziehung zum Kunstmuseum. Schon in den 1960er Jahren suchte er den Kontakt und vermittelte dem damaligen Museumsdirektor Peter Leo eine Ausstellung des Schweizer Bildhauers Oscar Wiggli. Zur Eröffnung des Museumsneubaus im Oktober 1983 hielt Jaeggi die Festrede zum Thema Utopie und Kunst. Wenig später wandte er sich selbst intensiv der Malerei und später auch der Bildhauerei zu, 1989 nahm Jaeggi an der großen Ausstellung „Wo bleibst Du, Revolution? Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit heute“ mit einer Installation teil, im Katalog zur Ausstellung publizierte er das hierzu verfasste Prosa-Gedicht „Citoyens“. Aus diesem Kontakt mit dem Künstler resultierte dann 1991 die umfangreiche Ausstellung „Urs Jaeggi – Figuren“, die von Bochum organisiert anschließend noch in Berlin und in Olten in der Schweiz gezeigt wurde. 1993 wurde seine bislang größte Eisenskulptur „Chaib“ auf der Wiese vor der Villa Marckhoff aufgestellt.

Skulptur "Chaib" vor dem Kunstmuseum, ca. 2000 Copyright: Presseamt Stadt Bochum

„Chaib“, aus dem Schweizerdeutsch übersetzt „Kerl“ oder „knorriger Typ“, steht heute vor dem Gebäude des Ottilie-Schönewald-Weiterbildungskollegs. Jaeggi schenkte es der Stadt, als prominenter Absolvent des zweiten Bildungswegs war er mit diesem Ort der Neuaufstellung sehr zufrieden und kam zur Einweihung, um mit den Studierenden des Kollegs zu diskutieren. Er blieb dem Kunstmuseum bis zuletzt verbunden, seine Tätigkeit als bildender Künstler war ihm in seinen letzten Lebensjahren immer wichtiger geworden.

Portraitfoto Urs Jaeggi im Ottilie-Schönewald-Weiterbildungskolleg 2008 Copyright: Heinrich Brinkmöller-Becker, Bochum

Hans Günter Golinski nimmt Abschied

Liebe Kunstfreund*innen,

meine nun mehr als dreißig Jahre dauernde Amtszeit am Kunstmuseum Bochum endet am 31. Dezember.

Am 1. Juli 1989 habe ich die Stelle des Kustos für die Bochumer Kunstsammlung angetreten und zum 1. November 1997 die Leitung des Museums übernommen – eine für mich sehr gute Zeit in meinem Leben, auf die ich gerne zurückblicke.

Dass ich mich all die Jahre im Haus am Stadtpark verortet fühlte und mich beruflich verwirklichen konnte, habe ich vielen Menschen zu verdanken, die sich aus unterschiedlichsten Motiven für Kunst und Kultur engagierten und engagieren.

Allen voran den Künstleri*nnen, den Kolleginn*en aus der Kunst- und Museumsszene sowie im eigenen Hause, der Bochumer Stadtverwaltung und Politik, den Sammler*innen, Förder*innen und Mitstreiter*innen und insbesondere den Besucher*innen danke ich für ihre langjährige Unterstützung. Ich empfand von Beginn an, dass in Bochum ein besonderes Klima für die Künste existiert – auch in trüben und scheinbar ausweglosen Momenten.

So schaue ich höchst optimistisch in die Zukunft des Bochumer Kunstmuseums, wohl wissend, dass durch Corona keine leichten Zeiten auf uns zukommen.

Neben der Verortung des Kunstmuseums in der Stadtgesellschaft war mir die Vernetzung innerhalb der einzigartigen Museumsszene des Landes NRW sehr wichtig und dabei die der Museen des Ruhrgebietes insbesondere. Im Vorfeld des Kulturhauptstadtjahres 2010 haben wir Kolleginn*en der benachbarten Städte den Verbund der RuhrKunstMuseen ins Leben gerufen – mittlerweile eine kulturpolitische Kraft. Gerade in dieser für die Kultur so schweren Zeit kommt dieser Vereinigung eine wichtige Bedeutung zu

Besonders freue ich mich, die Stafette zeitnah meiner Nachfolgerin Noor Mertens weiterreichen zu können, die mir das Vertrauen auf eine sich positiv weiterentwickelnde Perspektive des Hauses gibt. Sie wird ihr Amt ab dem 1. Juni 2021 offiziell antreten. In der Zwischenzeit übernimmt mein Kollege Sepp Hiekisch-Picard die Leitung und so lange ist das Museum in guten Händen.

Ich bin mir sicher, dass meine bisherigen Begleiter*innen auch der neuen Entwicklung des Bochumer Kunstmuseums folgen werden und weitere Mitstreiter*innen hinzukommen.

Gerne hätte ich mich in meinen letzten Amtstagen in unterschiedlichen Begegnungen im Museum „verabschiedet“ – doch leider lässt das die durch Corona bestimmte Situation nicht zu.

So danke ich Ihnen/ Euch auch auf diesem Weg für alles, was Sie /Ihr mir an Unterstützung meiner Arbeit aber auch mir persönlich haben/habt zukommen lassen und wünsche mir, dass Sie/Ihr dem Kunstmuseum weiterhin die Treue halten/haltet.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr/Euer Hans Günter Golinski

Dr. Hans Günter Golinski nimmt Abschied. Foto: Schorneck/Kunstmuseum Bochum

Noor Mertens wird die neue Direktorin im Kunstmuseum Bochum

Zum Juni 2021 tritt Noor Mertens die Direktion im Kunstmuseum Bochum an. Noor Mertens, Jahrgang 1984, studierte Kunstgeschichte und Museumskuration in Utrecht und Amsterdam. Seit 2017 ist sie die Geschäftsführung und Künstlerische Leitung des Kunstvereins Langenhagen, ist in diversen internationalen Juries tätig und engagiert sich in der Lehre. Zuvor war sie in Galerien und Privatsammlungen tätig und betreute als Museumskuratorin die Sammlung zur Moderne & Zeitgenössischen Kunst sowie die Stadtsammlung im renommierten Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam.

Neben ihren facettenreichen Erfahrungen in der Entwicklung innovativer Ausstellungsformate mit internationaler Strahlkraft, qualifiziert Noor Mertens nicht zuletzt ihre Erfahrung, Kunst einem regionalen Publikum zugänglich zu machen und dabei die gesellschaftliche Bedeutung auch in partizipativen Formaten hervorzuheben.

„Die neu renovierte Villa Marckhoff-Rosenstein bietet viele Möglichkeiten, mit der Sammlung zu arbeiten und das Museum noch offener zu machen. Wie können Ausstellungen und Sammlung miteinander verbunden werden? Was für Formen kann Vermittlung annehmen in dieser Kunstinstitution und wie flexibel ist das Medium ‚Ausstellung’ eigentlich? Auf welche Weisen kann das Kunstmuseum Bochum in der Welt stehen? Dies sind wichtige Fragen, die ich von meiner vorherigen Arbeit im Kunstverein Langenhagen und im Museum Boijmans Van Beuningen mitbringe. Das Museumsgebäude und die Sammlung haben einen sehr angenehmen, humanen Charakter, der die Besucherinnen und Besucher nicht klein erscheinen lässt. Dieses menschliche Maß hat mich für diese Stelle begeistert. Ich freue mich sehr, zusammen mit dem Museumsteam und natürlich mit Künstlerinnen und Künstlern andere Perspektiven auf unsere komplexe Gesellschaft zu werfen“, freut sich Noor Mertens über ihre neue Aufgabe.

Auch der Kulturdezernent, Dietmar Dieckmann, freut sich über den Antritt der renommierten Kunsthistorikerin: „Noor Mertens hat uns im Bewerbungsverfahren mit ihrer Erfahrung, ihren innovativen Ideen, ihren Vermittlungskonzepten und ihrer erfrischenden Art absolut überzeugt. Ich bin sicher, dass sie das Kunstmuseum Bochum mit sehr viel Engagement und durchdachten Visionen in die Zukunft führen wird – ein großer Gewinn für Bochum und die bildende Kunst.“

Glücklich und rundum zufrieden zeigt sich auch der nun scheidende Museumsdirektor Hans Günter Golinski: Es ist mir wichtig, dass ich als dritter Direktor des Bochumer Kunstmuseums in Folge nun die Stafette an die Kollegin Noor Mertens weitergeben kann. Mit ihr setzt ein Perspektiv- und Generationswechsel ein, der für die Zukunft des Hauses neue Dimensionen eröffnet. Aus der niederländischen Kunstszene kommend, bringt sie ein Netzwerk mit, dass den künstlerischen Inhalten, aber auch den Formen der Umsetzung sowie der Wahrnehmung des Institutes  verstärkt Internationalität verleihen wird. Als Mensch schätze ich ihre offene und verbindliche Art, mit Menschen zu kommunizieren.  Schon jetzt freue ich mich darauf, als Besucher ihre erste Ausstellung besichtigen zu können.“

Noor Mertens, neue Leiterin des Kunstmuseum Bochum, aufgenommen am 11.12.2020. Im Hintergrund links der bisherige Museumsleiter Dr Hans Günter Golinski, rechts Kulturdezernent Dietmar Dieckmann. +++ Foto: Lutz Leitmann/Stadt Bochum

Ehemaliger Museumsleiter Peter Spielmann gestorben

Am Sonntag, 29. November, ist Dr. Peter Spielmann, langjähriger Leiter des Kunstmuseums Bochum, in seiner Heimatstadt Brno, Tschechien, verstorben. 1969 war er auf Einladung des damaligen Museumsleiters Dr. Leo als wissenschaftlicher Assistent an die Städtische Kunstgalerie nach Bochum gekommen. Nach Leos Tod übernahm Peter Spielmann 1972 die Leitung des Museums.

Peter Spielmann, 1932 in Aussig (Usti) geboren, war nach dem Studium der Kunstgeschichte und Ethnographie an der Masaryk-Universität in Prag zuerst am Städtischen Museum in Brno, danach von 1959 bis 1969 als Kurator an der Nationalgalerie in Prag tätig. In Bochum knüpfte er an die Konzeption einer gesamteuropäischen Sammlungs- und Ausstellungstätigkeit seines Vorgängers an, die nicht vor dem „eisernen Vorhang“ haltmachte, sondern unabhängige Kunst aus Ungarn, Jugoslawien, Polen, der Tschechoslowakei und aus der Sowjetunion zeigte. In seiner 25-jährigen Tätigkeit als Museumsdirektor präsentierte Peter Spielmann mehr als 300 Ausstellungen moderner und zeitgenössischer Kunst. Schwerpunkte waren dabei zentral- und osteuropäische Kunst, die historische Avantgardekunst und imaginative Tendenzen, aber auch Ausstellungen von Doppelbegabungen wie August Strindberg, Peter Weiss und Urs Jaeggi. Gattungs- und medienübergreifende Themenausstellungen zum Spanischen Bürgerkrieg, zur Utopie in der Kunst oder zum Motiv des Todes prägten sein Profil als Ausstellungsmacher. Die Sammlung des Kunstmuseums konnte er maßgeblich erweitern; so fallen bedeutende Ankäufe aus der Sammlung des Bochumer Industriellen Helmut Klinker, aber auch von Werken der Künstler Kasimir Malewitsch, František Kupka oder Frank Stella in seine Amtszeit.

Der Erweiterungsbau des Museums mit seinem multifunktionalen Forumssaal, der 1983 eingeweiht wurde, ermöglichte Peter Spielmann die Realisierung einer Museumskonzeption, die Literatur, Theater, Tanz und Musik mit bildender Kunst verknüpfen konnte. Das Festival der Ausländerkulturen „Kemnade International“, für dessen Gründung er maßgeblich verantwortlich war, entwickelte sich unter seiner Leitung zu einem prägenden Kulturfestival, das als „Beitrag zur Völkerverständigung“ in der Begründung zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Peter Spielmann im Jahr 1996 ausdrückliche Erwähnung fand. Nach dem altersbedingten Ausscheiden aus dem Amt verlegte Peter Spielmann seinen Lebensmittelpunkt nach Brno in Tschechien, wo er noch jahrelang an der Universität Kunstgeschichte lehrte. Am Sonntag, 29. November, ist Peter Spielmann nach längerer Krankheit im dortigen Krankenhaus verstorben.

Portrait Dr. Spielmann bei der PK zum Neubau Museum, 30. Mai 1983

Residence NRW+

Nach erfolgreichem Start in 2020/21 vergibt Residence NRW+ für 2022/23 erneut zwei sechsmonatige Stipendien für Kurator:innen (max. 35 Jahre) und vier Stipendien für bildende Künstler:innen.

Residence NRW+ ist eine Initiative der Stadt Münster und wird gefördert durch das Mi- nisterium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, durch die Kunststiftung NRW und durch die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.

Angegliedert an die Kunsthalle Münster basiert das Programm auf Methoden zur Förde- rung des besonders begabten Nachwuchses (Künstler:innen und Kurator:innen), die projektbasiert zwischen 2001 und 2018 im Schloss Ringenberg am Niederrhein entwi- ckelt und erprobt wurden.

Das Kunstmuseum Bochum ist 2022 Kooperationsort.

Ausschreibung Künstler*innen

Ausschreibung Kurator*innen

Pierre Rabardel verstorben
Pierre Rabardel (*1945), zusammen mit Arno Gisinger Autor der Ausstellung „HK Anwesend“, die noch bis zum 30. Januar 2022 im Kunstmuseum gezeigt wird, ist am 29. September 2021 überraschend in Saint-Denis bei Paris verstorben. „HK Anwesend“ war für Pierre Rabardel ein sehr persönliches Projekt, ging es doch bei dieser fotografischen Zeitreise auf den Spuren des 1943 in Bochum ermordeten Politikers Heinrich König um den eigenen Großvater. Die Ausstellung und die gleichzeitig erschienene zweisprachige Publikation „HK Destins / Schicksale“ sind das Ergebnis langjähriger Recherchearbeiten, die künstlerisch übersetzt in unkonventionelle Bild-Text-Relationen ein europäisches Schicksal in unserer Gegenwart erfahrbar werden lassen. Bis zuletzt hatte sich Pierre Rabardel intensiv in die Vorbereitung der Ausstellung „HK Anwesend“ eingebracht, konnte die Eröffnung des Projekts Anfang September wegen einer dringenden Operation nur aus der Ferne verfolgen. Das Team des Kunstmuseums trauert um den renommierten Künstler und Wissenschaftler Pierre Rabardel, der im Alter von 76 Jahren gestorben ist.

2 x 3 = 4    S P I N D R I F T  /  F O R G E
“Konzert zur Ausstellung  Frederike Klotz – INWIEFERNO”
Donnerstag 26. August 20:00-21:30

Inspiriert von den Raum- und Soundinstallationen, Fotografien und kinetischen Objekten der Berliner Künstlerin Frederike Klotz, gibt es endlich wieder ein Konzert mit Improvisierter Musik im Kunstmuseum:

2 x 3 = 4    S P I N D R I F T  /  F O R G E  ist das Auftakt Konzert der Reihe “Klangbilder nach über einem Jahr Pandemie bedingter Pause. Das  Quartett 2 x 3 = 4 besteht  genaugenommen aus zwei Trios: SPINDRIFT (Schubert/Manderscheid/Blume) und FORGE (Schlippenbach/Schubert/Blume). Beide Trios waren 2020 als Klangbilder Konzerte im Kunstmuseum Bochum geplant und mussten ausfallen. Seit über 40 Jahren zählt Alexander von Schlippenbach zu einem der bedeutendsten Pianisten und Impulsgebern der europäischen Jazz-Szene. Das Zusammentreffen der Trios „SPINDRIFT“ und „Forge“  verspricht eine spannende Konversation der Ausnahmemusiker – mit Spontaneität und Liebe zum Detail, die Ausgewogenheit und Spannungsbögen immer fest im Blick.

Alexander von Schlippenbach – piano
Frank Paul Schubert – saxophone
Dieter Manderscheid – bass
Martin Blume – drums, percussion

bochumer künstlerinnen und künstler digital

Weil wir die Eröffnung der Ausstellung „bochumer künstlerinnen und künstler 2021“ nur im kleinen, geladenen (außerdem geimpften, getesteten oder genesenen) Kreis feiern konnten, finden Sie hier die Grußworte des Oberbürgermeisters Thomas Eiskirch, der Museumsdirektorin Noor Mertens und der Vorsitzenden des bochumerkünstlerbundes, Jacqueline Kraemer. Und natürlich auch einen visuellen Appetithappen auf die Ausstellung, die aktuell ohne Terminvereinbarung und ohne Testnachweis auch ganz real besucht werden kann.

sichtbar – Katalog zur Präsentation der eigenen Sammlung 

Ab sofort erhältlich: Der 144 Seiten umfassende Katalog, der alle Werke der seit 2020 in der Villa Marckhoff installierten Präsentation der eigenen Sammlung umfasst. Mit kurzen Textbeiträgen zu allen Künsttlern und ihren Arbeiten. Für 10 Euro auch ein perfekter Begleiter durch die Ausstellung.

Yoga im Farbenrausch

Im neuesten Film der Reihe „RuhrKulturVibes“ der RuhrKunstMuseen breitet Dwayne Holliday seine Yogamatte vor Kuno Gonschiors „Landschaft blau-orange“ aus.

Umstellungen in der Ausstellungsplanung!

Wegen vieler Unwägbarkeiten in diesem Jahr haben wir verschiedene Umstellungen in unserer Ausstellungsplanung vorgenommen. So wird die Ausstellung mit Fotoarbeiten von Stefan Hunstein um einen weiteren Monat verlängert. Die Ausstellung „Anselme Boix-Vives“ mit internationalen Leihgaben haben wir in den Herbst verschoben. Auch bei den anderen Laufzeiten gibt es kleinere Verschiebungen. Alle aktualisierten Daten finden Sie im Bereich „Ausstellungen“.

Katalog zur Ausstellung „A Darker Shade Of Black“ ist da!

Einige filmische Eindrücke der Ausstellung mit Arbeiten von Frank Gerritz, Apostolos Palavrakis und Bruno Querci in Korrespondenz zu Werken von Kasimir Malewitsch haben wir bereits in der Rubrik „Ausstellungen“ hochgeladen. Nun gibt es auch die Möglichkeit, die Ausstellung auf Papier mit nach Hause zu nehmen. Der Katalog umfasst 96 Seiten mit festem Einband. Die zahlreichen Abbildungen zeigen nicht nur einzelne Werke, sondern auch Raumansichten. Textbeiträge von Dr. Hans Günter Golinski und Michael Stockhausen suchen nach dem Licht im Dunkel. Der Katalog kostet 15 Euro.
Da das Kunstmuseum weiterhin geschlossen ist, kann er zurzeit nur bestellt werden. Bitte senden Sie hierzu eine formlose Mail an museum@bochum.de
Der Versand kostet 3 Euro, eine coronakonforme Übergabe an der Museumspforte kann vereinbart werden.

Kunstwerke rund um das Museum erleben

Das Kunstmuseum ist aufgrund der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW vorerst bis Ende Januar für Besucher*innen geschlossen. Trotzdem lohnt sich ein Besuch, denn beim Spaziergang rund um das Museum und im angrenzenden Stadtpark kann man viele spannende Kunstwerke erleben. Hier finden Sie Informationen und Bilder der Werke in der Nachbarschaft des Kunstmuseums – wir laden Sie herzlich ein zu einem virtuellen Rundgang und – wenn Sie Zeit und Lust haben – zu einer wirklichen Erkundungstour.

Zur Bildergalerie (hier klicken)

Neues Angebot – Serie „Vorsicht Kunst!“

Die freiberuflichen Kunstvermittlerinnen Maika Letizia Wolff und Agnes Motz stellen Ihnen in kurzen Filmen Werke aus der Sammlung des Kunstmuseums vor.

Zu den Videos (hier klicken)

Fingerhutkirche zu Gast im Kunstmuseum

Die FingerhutKirche ist ein digitales Format der Evangelischen Kirchengemeinde Bochum Wiemelhausen. Ein Fingerhut ist ein kleines Gefäß, in das nur wenig hineinpasst: das entspricht der Aufnahmebereitschaft von Menschen, die sich bei YouTube hindurchklicken. Pfarrer Martin Röttger und sein Team waren kürzlich zu Gast im Kunstmuseum, um für eine neue Folge des Formates die Begegnung mit einem der Werke aus der eigenen Sammlung zu suchen. Im Mittelpunkt steht Jan Zrzavýs Gemälde „Der barmherzige Samariter“ aus dem Jahr 1915.
Den Film können Sie hier sehen.

v.l.n.r. Akkordeonist Dr. Maik Hester, Pf. Martin Röttger und Kameramann Krepper mit Tochter Emmalina

Kontakt

Öffnungszeiten

Adresse

Kunstmuseum Bochum

Kortumstraße 147
44777 Bochum (Postanschrift)
44787 Bochum (Navigation)

Telefon: +49 (0)234 910 – 42 30

E-Mail: museum@bochum.de

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Öffnungszeiten

Dienstag, Donnerstag, Freitag,
Samstag und Sonntag:
10.00 — 17.00 Uhr

Mittwoch:
12.00 — 20.00 Uhr

An folgenden Feiertagen bleibt das Kunstmuseum Bochum geschlossen: Neujahr, Karfreitag, 1. Mai, Heiligabend, 25. Dezember, Silvester.

An den übrigen Feiertagen bleibt das Museum jeweils von 10.00-17.00 Uhr geöffnet.

Eintrittspreise

Zum Jubiläum gewähren wir freien Eintritt für die Eigene Sammlung! (Wegen der langen coronabedingten Schließung verlängert in 2021)

Normalpreis                  5,00 Euro

Ermäßigt                       2,50 Euro

Familienkarte               10,00 Euro

Jahreskarte                  25,00 Euro

Jahreskarte ermäßigt    12,50 Euro

Familienjahreskarte      44,00 Euro

Kinder und Jugendliche bis zu 14 Jahren und Schülergruppen haben freien Eintritt!

An jedem ersten Mittwoch im Monat ist der Eintritt frei!

Regelmäßige Führungen sonntags um 15.00 Uhr (ohne Aufpreis) – weitere Führungen auf Anfrage möglich! (Achtung: Dieses Angebot ist abhängig von den jeweiligen Corona-Vorgaben)

Ein Audioguide ist für die eigene Sammlung abrufbar – Nutzung über Ihr eigenes Smartphone oder vergleichbares Endgerät.

Bitte beachten Sie, dass zur Zeit keine Kartenzahlung möglich ist.

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