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DIE VERHÄLTNISSE ZUM TANZEN BRINGEN
50 Jahre Kemnade International
27 Apr 2024———8 Sep 2024

Tanzaufführung bei Kemnade International 1976, Foto: Hartmut Beifuss

ERÖFFNUNG: FREITAG, 26. APRIL 2024, 19 UHR

2024 feiern wir ein Experiment. 1974 rief das Kunstmuseum Bochum Kemnade International ins Leben: Ein Festival, das nicht nur auf Musik und Kunst, Literatur und Tanz setzte, sondern auch auf politische Bildung und Vernetzung und vor allem auf das Wissen Vieler. Wesentlich für den Erfolg war, dass das Museum das Festival gemeinsam mit einem Organisationskomitee plante. Dieses bestand aus Vertreter*innen der verschiedenen migrantischen Selbstorganisationen und antifaschistischen Gruppen aus der Region. Zum 50. Jubiläum laden wir den Geist von Kemnade in unsere Museumsräume ein. Wie kann Teilhabe, Vielstimmigkeit und Mitgestaltung für uns im Kunstmuseum heute aussehen? Wie viel Festival verträgt der Museumsraum? Wie kann ein Dialog zwischen den Generationen gelingen und was heißt Solidarität heute? Der Ausstellungsraum wird zur Plattform vielstimmiger Erinnerungen, mit Vorschlägen für ein neues Miteinander, einem kritischen Blick auf die Gegenwart und immer wieder der Einladung zur offenen Begegnung und zum genauen Zuhören.

Ausgehend von der Logik eines Festivalgeländes passieren hier Dinge neben- und miteinander. Mit bespielbaren Instrumenten, Installationen, Film- und Archivmaterialien ist die  Ausstellung eine Einladung, erneut zusammenzukommen und Fragen nach Teilhabe, Erinnerung in der Migrationsgesellschaft und Solidarität zu stellen. Die Ausstellung wird durch ein
umfangreiches Begleitprogramm ergänzt.

Mit neuen künstlerischen Arbeiten und Beiträgen von:

Archil Chikhaldze, Emre Abut und Rebecca Racine Ramershoven, Bekir Karadeniz, Cem Kaya, Cute Community Radio, Donja Nasseri, Hartmut Beifuss, Havîn Al-Sîndy, Horst. D. Gölzenleuchter, Kalos&Klio, kino.for you, Marina Naprushkina, Mehmet Ünal, Pável Aguilar, Petja Dimitrova, Pinar Ögrenci, Saša Tatić, Selma Gültoprak, Theresah Ankomah, Vlassis Canniaris und Yto Barrada.